Bundesliga

Rot-Sperre: VfL Wolfsburg drei Spiele ohne Marin Pongracic

Pause für den VfL-Winterneuzugang

Doppel-Strafe vom DFB: Wolfsburg drei Spiele ohne Pongracic

Wütender Abgang: Marin Pongracic tritt nach seinem Platzverweis gegen Düsseldorf gegen eine Werbebande.

Wütender Abgang: Marin Pongracic tritt nach seinem Platzverweis gegen Düsseldorf gegen eine Werbebande. imago images

Pongracic hatte im Heimspiel gegen die Fortuna am Samstag (1:1) kurz nach dem Seitenwechsel bei einem Freistoß für den VfL Bewacher Alfredo Morales einen Ellenbogenschlag ins Gesicht verpasst und war nach Eingriff des Videoassistenten mit Rot bestraft worden. In seiner Wut trat der 22-jährige Kroate beim Gang vom Spielfeld auch noch eine Werbebande um.

Das DFB-Sportgericht verhängte dafür nun eine Sperre von drei Spielen und nennt die Aktion eine "Tätlichkeit gegen den Gegner nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung". Dazu muss der Rotsünder eine Geldstrafe in Höhe von 12.000 Euro bezahlen.

Pongracic, der im Januar von RB Salzburg nach Wolfsburg gewechselt war, fehlt seinem neuen Klub damit in Hoffenheim (15. Februar), gegen Mainz (23. Februar) und bei Union Berlin (1. März). In der Europa-League-Zwischenrunde gegen Malmö (20./27. Februar) ist der 1,90 Meter große und 95 Kilogramm schwere Innenverteidiger dagegen spielberechtigt.

Schon bei seinem Debüt im VfL-Trikot, dem 4:2-Auswärtssieg in Paderborn, hatte Pongracic (kicker-Note 4) Glück gehabt, nicht mit Gelb-Rot vom Platz zu fliegen. Mit seinem Auftritt gegen Düsseldorf (kicker-Note 5) machte er seinen Fehlstart in Wolfsburg perfekt. Zur Sperre und DFB-Geldstrafe kam auch eine interne Geldstrafe, die er in die Mannschaftskasse zahlen muss - und Kritik von den Vorgesetzten.

"Das geht so nicht, das ist nicht zu akzeptieren", hatte ihn Geschäftsführer Jörg Schmadtke gerüffelt. "Wir sind nicht auf dem Dorfplatz, wo so etwas vielleicht mal durchgehen kann." Und Trainer Oliver Glasner hatte erklärt: "Es hätte nicht sein müssen, nicht sein sollen und nicht sein dürfen." Der VfL hat dem DFB-Urteil bereits zugestimmt.

jpe

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