Handball

Rhein-Neckar Löwen: Glücklicher Sieg gegen Nimes

EHF-Pokal: Weiße Weste der deutschen Teams

Rhein-Neckar Löwen: Glücklicher Sieg gegen Nimes

Jannik Kohlbacher

Jannik Kohlbacher erzielte in allerletzter Minute den Siegtreffer gegen Nimes. imago images

Auch die anderen deutschen EHF-Pokal-Teilnehmer starteten erfolgreich: Die Füchse Berlin setzten sich am Sonntagabend beim französischen Vertreter Pays d'Aix UC mit 25:23 (11:10) durch. Der SC Magdeburg bezwang den slowenischen Vertreter Gorenje Velenje mit 32:26 (15:13), die MT Melsungen gewann mit 26:21 (12:10) gegen Gwardia Opole aus Polen.

Nationalspieler Jannik Kohlbacher erzielte zwei Sekunden vor dem Abpfiff den Siegtreffer für die Rhein-Neckar Löwen. Vor 1.541 Zuschauern in der Mannheimer GBG Halle war Andy Schmid mit acht Treffern bester Torschütze des zweifachen deutschen Meisters, der von Beginn an große Probleme mit dem französischen Erstligisten hatte.

Nimes bestrafte jeden Ballverlust der Löwen und ging nach drei Gegenstoßtreffern in Serie mit 6:4 (9.) in Führung. Danach minimierte der Bundesligist zwar seine technischen Fehler, ließ dafür aber bis zum 16:16-Pausenstand viele Chancen ungenutzt. Nach dem Seitenwechsel begegneten sich beide Mannschaften die ganze Zeit über auf Augenhöhe. Zwei Sekunden vor dem Abpfiff landete ein Abpraller zufällig bei Kreisläufer Kohlbacher, der mit seinem siebten Tor zum Sieg traf.

Auch die Füchse mussten bis zum Schluss kämpfen, ehe der Auftakterfolg feststand. Stipe Mandalic traf sechsmal für die Berliner.

Keine Mühe hatte Magdeburg beim Erfolg gegen Velenje, zu dem Daniel Pettersson als bester Schütze neun Tore beitrug. SCM-Trainer Bennet Wiegert konnte es sich sogar leisten, einige Leistungsträger zu schonen.

Melsungen führte gegen Opole schon mit sechs Toren (11:5/25.), obwohl Trainer Heiko Grimm die drei deutschen Nationalspieler Julius Kühn, Kai Häfner und Tobias Reichmann draußen ließ. Danach leisteten sich die Nordhessen, für die Dimitri Ignatow sechs Tore erzielte, aber einige Unkonzentriertheiten. Beim 17:17 (47.) drohte die Partie sogar zu kippen, ehe der Bundesligist noch mal anzog.

dpa