Bundesliga

Sebastian Vasiliadis vom SC Paderborn: "Der Matchplan war, zu gewinnen"

SC Paderborn: Vasiliadis mit Top-Werten

"Der Matchplan war, zu gewinnen!"

Zeigte eine starke Leistung gegen Schalke: Paderborns Sebastian Vasiliadis

Zeigte gegen Schalke eine starke Leistung: Paderborns Sebastian Vasiliadis (links) hier im Zweikampf mit Schalkes Schöpf. imago images

Letztendlich war er wie wohl die meisten Paderborner mit diesem 1:1 unter dem Strich zufrieden. "Wir haben ein offenes Spiel gesehen, es war ein offener Schlagabtausch", bewertete Sebastian Vasiliadis das Unentschieden, das er mit seinem Team beim FC Schalke 04 erreicht hatte, treffend.

"Wir haben alles reingeworfen, mit ein bisschen Glück schießen wir vielleicht sogar das Siegtor. Mit dem Punkt können wir aber glücklich sein." Jeder Punkt im Abstiegskampf zähle, auch wenn er gerne drei geholt hätte, so der 22-Jährige, der in seinen Aussagen so erfolgshungrig herüberkam wie zuvor sportlich auf dem Platz: "Matchplan war, zu gewinnen!"

Przondziono bescheinigt dem Sechser eine "Weltklasseleistung"

Vasiliadis hatte alles, was möglich war, dafür getan. Sport-Geschäftsführer Martin Przondziono griff bei seiner Beurteilung des Deutsch-Griechen im Überschwang sogar zum allerhöchsten Prädikat: "Eine Weltklasseleistung. Da fehlen mir fast die Worte, wenn ich sehe, was der über 90 Minuten abarbeitet, wie viele Zweikämpfe er gewinnt, Bälle er erobert, wie er spielt und rennt..."

In der Tat angelte sich Vasiliadis an diesem Nachmittag in Gelsenkirchen Top-Werte in seiner Mannschaft. 50 Prozent gewonnene Zweikämpfe und 71 Prozent an den eigenen Mitspieler gebrachte Pässe sind überdurchschnittliche Zahlen für Paderborner Belange. Und mit 11,46 Kilometern rannte er obendrein so weit wie kein anderer SCP-Spieler in dieser Partie.

Auch seinem Vorgesetzten gefiel das außerordentlich. "Das ist schon Wahnsinn und das macht einen stolz, glücklich und auch zuversichtlich für die nächsten Wochen", so Przondziono.

Paderborn kehrt zum 4-3-3 zurück

Bis hierher und weiter. "Jetzt wollen wir nächste Woche nachlegen", blickte Vasiliadis schon auf die Partie am kommenden Samstag daheim gegen Hertha BSC, in der er wieder zum wichtigen Faktor werden soll. Durchaus auch als einer von drei Mittelfeldspielern im nun gegen Schalke wieder praktizierten 4-3-3.

"Es funktioniert, wir haben dafür passende Zentrumspieler, die die Qualität haben. Die beiden offensiven Außen können dann etwas weiter vorne bleiben, ihre Schnelligkeit ins Spiel bringen." Variationen seien aber weiterhin möglich. "Das 4-4-2 war aber in den letzten Jahren schließlich auch nicht so übel. Es bleibt eine Option."

Michael Richter