3. Liga

Saibene sieht Ingolstadt nach 1:3 in Würzburg nicht als Aufstiegsaspirant

Ingolstädter Ernüchterung nach Würzburg-Niederlage

Saibene: "Purer Durchschnitt" statt Aufstiegsaspirant

Jeff Saibene, Trainer des FC Ingolstadt

Ingolstadts Trainer Jeff Saibene war angesichts der Leistung seiner Mannschaft sichtlich bedient. imago images

"Wir hatten keinen Mut, keine Lust, Fußball zu spielen", fiel das Urteil von Ingolstadts Trainer Jeff Saibene nach der Partie am Mikrofon von MagentaSport angesichts des Auftritts seiner Mannschaft vernichtend aus. "Letzte Woche hatten wir schon Glück, und jetzt haben wir gesehen, dass es mit 80, 90 Prozent eben nicht geht, sondern dass es nur mit 100 Prozent geht", sah auch Peter Kurzweg wenig Licht im Spiel der Schanzer: "Defensiv, sage ich mal, haben wir uns reingehauen, aber am Ball ist das schon zu dünn gewesen von uns allen. Da sind wir zu wenig selbstbewusst am Ball, verlieren schnell die Bälle und dann laufen wir eigentlich fast nur hinterher."

Kurzweg will keine Ausreden gelten lassen

Insgesamt sei Ingolstadt laut Kurzweg nur glücklich mit einer Führung in die Pause gegangen und habe in der zweiten Halbzeit das gleiche Spiel gezeigt. In der 52. Minute kippte die Partie dann endgültig zugunsten der Hausherren: Krauße warf sich in einen Schuss von Kaufmann und bekam den Ball an den Arm. Der Unparteiische Franz Bokop zeigte auf den Punkt, und Würzburgs Schuppan verwandelte zum 1:1. "Handelfmeter war es jetzt glaube ich nicht, aber das sei mal dahingestellt. An unserer Leistung lag es auf jeden Fall", wollte Kurzweg die schwer aufzulösende Szene nicht aus Ausrede geltend machen. "Wir wollten unbedingt punkten, unabhängig von der Tabelle. Das ist uns nicht gelungen, und jetzt fahren wir mal mit leeren Händen nach Hause."

Spielersteckbrief Kurzweg

Kurzweg Peter

Spielersteckbrief Eckert Ayensa

Eckert Ayensa Dennis

3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
MSV Duisburg
44
2
FC Ingolstadt 04
41
3
SpVgg Unterhaching
40
Trainersteckbrief Saibene

Saibene Jeff

Die Ingolstädter treten die Heimreise nicht nur mit leeren Händen, sondern auch mit der Gewissheit an, dass Eckert Ayensa am Samstag das Heimspiel gegen Uerdingen nur auf der Tribüne verfolgen wird. Laut Saibene unnötig, aber auch zum Spiel passend, hatte der Torschütze nach einer Gelben Karte wegen Ballwegschlagens in der ersten Hälfte Sekunden vor dem Schlusspfiff aufgrund einer Schwalbe die Ampelkarte gesehen.

Wir haben ja heute gesehen, wie schnell jeder am Limit ist und das Gefühl hat, es geht von alleine. Dann sind wir purer Durchschnitt in der 3. Liga.

Jeff Saibene

Saibenes hartes Urteil

Auch wenn die Partie gegen die Kickers klare Defizite offenbarte, hat sich an der tabellarischen Situation wenig geändert: Duisburg (gegen Braunschweig) und Unterhaching (in Rostock) spielten jeweils 1:1, und so liegt der FCI drei Zähler hinter Rang eins und hat noch einen Punkt Vorsprung auf den Verfolger aus Unterhaching. Während Kurzweg die Niederlage als "Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt" empfand, sieht Saibene seine Mannschaft in seiner gewohnt kritischen Art allerdings noch nicht auf dem richtigen Weg. "Wir haben ja heute gesehen, wie schnell jeder am Limit ist und das Gefühl hat, es geht von alleine. Dann sind wir purer Durchschnitt in der 3. Liga", fällte der Coach ein hartes Urteil. "Und deshalb habe ich nie vom Aufstieg gesprochen und rede auch jetzt nie vom Aufstieg, weil wir keine Spitzenmannschaft sind."

aja