Wintersport

Saisonaus für Rebensburg: Knieverletzung doch schwerer

Nach Sturz im Super G in Garmisch-Partenkirchen

Saisonaus für Rebensburg: Knieverletzung doch schwerer

Viktoria Rebensburg

Für Viktoria Rebensburg ist die Ski-Saison nach ihrem Sturz im Super G in Garmisch-Partenkirchen vorzeitig beendet. Getty Images

Bei einer MRT-Untersuchung wurden eine Tibiakopfimpressionsfraktur im linken Knie und ein Innenbandüberdehnung diagnostiziert, wie der Deutsche Skiverband mitteilte. Rebensburg müsse nicht operiert werden, könne aber sechs bis acht Wochen nicht Skifahren.

Direkt nach ihrem Sturz hatte sie noch erklärt, sich das Knie "ein bisserl angeschlagen" zu haben. "Das wird schon blau", aber es sei "zum Glück alles okay".

"Es ist natürlich bitter, dass die Saison vorbei ist, aber ich habe noch einmal Glück im Unglück gehabt", sagte sie dann nach der endgültigen Diagnose. "Alle Bänder haben gehalten, und deshalb bin ich zuversichtlich, dass ich nach der Rehabilitation wieder richtig schnell Skifahren kann." Im kommenden Winter geht es bei der Weltmeisterschaft in Cortina um Medaillen.

Olympiasiegerin Goggia bricht sich den Arm

Angesichts der vielen Kreuzbandrisse, die seit Jahren die Ski-Welt aufwühlen, ist die Diagnose tatsächlich ein bisschen beruhigend. Rebensburg war im Teilstück "Hölle" gestürzt und hatte sich danach das Knie an einer Torstange angeschlagen. Sie schob den Sturz nicht auf die schwierige und wechselhafte Piste. Der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier dagegen meinte: "Für viele war es am Limit, für mehr als die Hälfte über dem Limit." Abfahrts-Olympiasiegerin Sofia Goggia aus Italien stürzte an derselben Stelle wie Rebensburg, brach sich dabei den Arm und muss die Saison ebenfalls vorzeitig beenden.

Erst Sieges-Coup, dann Saison-Aus

Erst am Samstag hat Rebensburg die Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen für sich entschieden und damit ihren ersten Sieg in der alpinen Königsdisziplin gefeiert. 24 Stunden nach ihrem Coup auf der Kandahar folgte dann der folgenschwere Sturz.

dpa/jer