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Der SC Westfalia Herne kämpft mit Insolvenz-Nachwehen

Re-Start in den Oberligen

Westfalia Herne kämpft mit Insolvenz-Nachwehen - Teutonia Ottensen kann verkürzen

Christian Knappmann

Christian Knappmann (Trainer Westfalia Herne) befindet sich mit seinem Team nach dem Punktabzug plötzlich mittendrin im Abstiegskampf der Oberliga Westfalen. imago-images

Oberliga Hamburg

Die Winterpause neigt sich dem Ende, bereits am Sonntag startet die Oberliga Hamburg mit einem Nachholspiel in die Restspielzeit. Um 14 Uhr empfängt der TSV Buchholz den FC Teutonia 05. Die Voraussetzungen könnten dabei kaum unterschiedlicher sein. Der Gastgeber steckt tief im Abstiegskampf, während sich die Teutonen noch zurecht Hoffnungen auf den Aufstieg machen dürfen. Dafür hat sich die Mannschaft von Sören Titze noch einmal kräftig verstärkt. Mit Sinisa Veselinovic und Luis Hacker wechselten zwei Regionalliga-erfahrene Akteure nach Hamburg-Ottensen. 1,96-Meter-Hüne Veselinovic kam vom FC Rot-Weiß Erfurt aus der Regionalliga Nordost. Der Stürmer traf für die insolventen Thüringer in 13 Partien dreimal. Hacker hingegen war zuletzt vereinslos. Bis Oktober schnürte der Mittelfeldmann noch für den Altonaer FC 93 in der Regionalliga Nord die Fußballstiefel.

Auch Buchholz schlug in der Winterpause auf dem Transfermarkt zu. Aus der Landesliga Hammonia vom FK Nikola Tesla kam Hischem Oudjouadj, und aus der Jugend des Eimsbütteler TV zog es Ammir Mohamed Salem in die Nordheide. Bekannteste Verstärkung dürfte jedoch Yayar Kunath sein, der aus Thailands erster Liga nach Hamburg zurückkehrte, wo der 30-jährige Außenbahnspieler bereits für Eintracht Norderstedt in der Regionalliga aktiv war.

Kurz vor Weihnachten standen sich beide Teams bereits im Pokal gegenüber. Teutonia gewann den Vergleich klar mit 5:0 und ist dadurch wettbewerbsübergreifend seit Anfang August ungeschlagen. Mit einem weiteren Erfolg würden die Teutonen auf bis auf fünf Zähler an Spitzenreiter Dassendorf heranrücken.

Oberliga Niedersachsen

Bereits am vergangenen Sonntag sollten in der Oberliga Niedersachsen drei Nachholspiele die Rückrunde einläuten. Allerdings wurden alle drei Begegnungen abgesagt. An diesem Wochenende ist es nun auch offiziell soweit: Niedersachsens höchste Liga erwacht aus dem Winterschlaf.

Während das Führungsduo aus Hildesheim (gegen Uphusen) und Delmenhorst (gegen Arminia Hannover) vermeintlich leichte Aufgaben zu lösen hat, steht dem VfL Oldenburg zum Auftakt gleich ein echter Härtetest bevor. Im Absteiger-Duell trifft der Tabellendritte auf den 1. FC Germania Egestorf-Langreder. Das Hinspiel gewann Oldenburg auswärts mit 3:1. Allerdings dürfte das Resultat nicht als Maßstab dienen. Denn mit Ausnahme gegen Bersenbrück blieb der FC Germania seitdem ungeschlagen und hat sich bis auf fünf Punkte an Oldenburg herangearbeitet.

Beide Mannschaften haben sich in der Winterpause verstärkt. Sturm-Talent Utku Kani stieß von Regionalligist Havelse zum Team von Trainer Paul Nieber hinzu. Zudem soll Felix Sanchez Ahufinger, der von Bezirksligist SG Blaues Wunder Hannover kam, den Kreativmotor der Germanen noch weiter ankurbeln. Der VfL Oldenburg hingegen wurde nur einmal tätig und sicherte sich die Dienste von Abwehrmann Julian Kersting, der bereits zwischen 2013 und 2016 dem Kader der Grün-Weißen angehörte.

Neben dem Topspiel steht auch gleich noch ein Abstiegskrimi auf dem Plan. Der HSC Tündern hat am Samstag um 16 Uhr den MTV Wolfenbüttel zu Gast. Für den gastgebenden Aufsteiger ist es womöglich die letzte Chance, noch einmal an den Nichtabstiegsplätzen zu schnuppern.

Oberliga Niederrhein

Bereits am vergangenen Sonntag sind die Sportfreunde Baumberg mit einem 2:1-Erfolg über die SSVg Velbert ins neue Fußballjahr gestartet. An diesem Wochenende erwachen nun auch die restlichen Teams der Oberliga Niederrhein aus ihrem Winterschlaf. Ob die Tabellenkonstellation in den verbleibenden 15 Begegnungen dann noch einmal Spannung zulässt, wird man sehen. Aktuell droht in der Rückrunde Langeweile. Der SV Straelen liegt an der Spitze mit zehn Punkten deutlich vor seinem Verfolger FC Monheim. Zudem hat der Tabellenprimus erst 18 Partien ausgetragen. Und auch im Tabellenkeller scheinen die vier Abstiegsplätze fest vergeben. Zwischen dem rettenden Ufer und Platz 15 liegen ebenfalls bereits zehn Zähler.

Oberliga Westfalen

Am Samstag beginnt die Rückrunde in der Oberliga Westfalen. Das erste Match bestreiten die Bundesliga-Reserve des SC Paderborn und der SC Westfalia Herne. Für den ehemaligen Zweitligisten gab es in der Winterpause erneut schlechte Nachrichten. Wegen eines laufenden Insolvenzverfahrens wurden dem Traditionsklub erwartungsgemäß vom Verbandsfußballausschuss des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) neun Punkte abgezogen. Übrig geblieben sind nur mehr 13 Zähler. Neben der finanziellen Zukunft muss Herne also auch um die sportliche Existenz in der Oberliga zittern.

Immerhin stehen zwei Teams sportlich gesehen noch schlechter da. Der TuS Erndtebrück hat ebenfalls erst 13 Zähler auf der Habenseite, liegt aber knapp hinter dem SC Westfalia auf dem ersten Abstiegsplatz. Kaum noch Chancen auf den Klassenverbleib darf sich die Hammer SpVg ausrechnen. Nach 18 Spieltagen wartet das Schlusslicht noch immer auf einen Sieg. Erndtebrück hat am Sonntag den SV Rhynern zu Gast. Hamm empfängt den auf Platz vier liegenden FC Eintracht Rheine.

Vermeintlich einfache Aufgaben erwarten das Spitzentrio. Tabellenführer Wiedenbrück reist zum 15. nach Sprockhövel. Meinerzhagen erwartet den zwölftplatzierten 1. FC Kaan-Marienborn, und Rot-Weiß Ahlen triff auf den Tabellenelften aus Ennepetal.

dw