2. Bundesliga

Fan-Vertreter zu HSV-Aktion: "Nicht das Gelbe vom Ei"

Bündnis ProFans sieht einmalige Ausnahme skeptisch

Fan-Vertreter zu HSV-Aktion: "Nicht das Gelbe vom Ei"

Banner für fangerechte Anstoßzeiten in Freiburg.

Banner für fangerechte Anstoßzeiten in Freiburg (Archivbild von 2008). imago images

"Ich glaube nicht, dass das das Gelbe vom Ei ist", sagte Bündnis-Sprecher Sig Zelt gegenüber der dpa. "Es würde mich wundern, wenn das der Schlüssel wäre, den Frieden mit den aktiven Fans herzustellen und alle glücklich zu machen. Das ist eine sehr kontrollierte Sache, der jegliches Überraschungsmoment fehlt."

Komplett ablehnen wird das Bündnis die einmalige Aktion aber nicht. "Ich kann es natürlich niemandem verübeln, wenn er solch einen Test macht", sagte Zelt. Vielmehr solle erst einmal der Samstag abgewartet werden und eine unvoreingenommene Bewertung der Geschehnisse erfolgen. "Ich habe ein bisschen die Befürchtung, dass das als Alibi hergenommen wird. Dass dann hinterher gesagt wird: Wir haben uns jetzt so weit herausgelehnt und so etwas ermöglicht und jetzt seid ihr immer noch nicht zufrieden. Das wäre schade", sagte Zelt. "Man muss es dann daran messen, wie es von den Fans und der aktiven Fanszene aufgenommen wird."

Am Dienstag hatte der DFB dem Hamburger SV grünes Licht für das kontrollierte Abbrennen von Pyrotechnik vor dem Anpfiff des Heimspiels gegen den Karlsruher SC am Samstag (13 Uhr, LIVE! auf kicker) gegeben. Cornelius Göbel, bei den Hanseaten für Fankultur verantwortlich, sagte, dass die breite Masse der Fans hinter dem Weg des HSV stehe. Allerdings gebe es auch "Strömungen, die diesem Kontext nicht positiv gegenüberstehen".

jer