Bundesliga

Leipzigs Timo Werner: Abschied auch im Sommer denkbar

Leipzig-Stürmer über seine Karriereplanung und das Ausland

Werner-Abschied auch im Sommer denkbar: "Was sagt man, wenn ..."

Timo Werner

Volle Konzentration aufs Titelrennen: Timo Werner. imago images

Timo Werner ist ein Frühaufsteher, er handelt nach dem Motto "Morgenstund hat Gold im Mund". Um 9.30 Uhr bat der Nationalstürmer am vergangenen Mittwoch im Leistungszentrum von RB Leipzig zum Gespräch. Eineinhalb Stunden vor dem Trainingsbeginn, vier Tage nach der 0:2-Niederlage bei Eintracht Frankfurt, drei Tage vor dem 2:2-Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach.

Zwei Ergebnisse, die dem FC Bayern erlaubten, die Tabellenspitze zu übernehmen. Zwei Dämpfer für RB Leipzig im Titelkampf. Zwei Partien, in denen Werner das erste Mal seit Oktober 2019 wieder in zwei aufeinanderfolgenden Bundesligaspielen ohne eigenes Tor blieb.

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Wenn man mit 23 Jahren im bisherigen Saisonverlauf 20 Tore erzielt hat, weckt das natürlich Interessenten.

Timo Werner

Für wen der 23 Jahre alte Nationalspieler seine Tore in der kommenden Saison machen wird, ließ er im Gespräch mit dem kicker offen. "Wenn man mit 23 Jahren im bisherigen Saisonverlauf 20 Tore erzielt hat, weckt das natürlich Interessenten. Das ist klar. Aber Stand jetzt mache ich mir keine Gedanken, was in der Zukunft passiert", sagt Werner. "Wir stehen jetzt vor wichtigen Spielen, die entscheidend für den weiteren Saisonverlauf sind. Darauf will ich mich konzentrieren. Über meine Zukunft kann ich mir irgendwann später noch Gedanken machen."

Werner: "... dann macht sich wahrscheinlich jeder Spieler Gedanken"

Klingt, als gäbe es keinen Karriereplan für Werner. "Wie definiert man das?", fragt der Stürmer. "Was sagt man, wenn in zwei Wochen ein Verein kommt, der einen unbedingt haben möchte, der ein Anwärter auf den Gewinn der Champions League ist und ein Super-Angebot unterbreitet?"

Werner führt weiter aus: "Dann macht sich wahrscheinlich jeder Spieler Gedanken. Karriereplanung ist in meinen Augen immer relativ. Es kommt, wie es kommt - und dann muss man sich zum gegebenen Zeitpunkt damit auseinandersetzen."

Das ist schon ein Ausrufezeichen für die Premier League. Aber auch in Spanien gibt es sehr namhafte und große Mannschaften.

Timo Werner

Auch bei der Frage, ob er seine Zukunft in der Bundesliga oder im Ausland sieht, legt sich der Leipziger nicht fest: "Ich kann mir auf jeden Fall grundsätzlich vorstellen, irgendwann im Ausland zu spielen, aber ich habe kein konkretes Ziel, wo ich auf jeden Fall einmal hinmöchte. Ich bin offen für alles. Ich war zuletzt in Amerika im Urlaub, da lief durchgehend englischer Fußball. Das ist schon ein Ausrufezeichen für die Premier League. Aber auch in Spanien gibt es sehr namhafte und große Mannschaften, in denen es sicher Spaß macht, zu spielen."

Aktuell stehen für Werner aber andere Aufgaben an. Am Dienstag geht es mit Leipzig zum DFB-Pokal-Achtelfinale nach Frankfurt, am Sonntag steht das Bundesliga-Gipfeltreffen in München auf dem Programm.

Im großen Interview in der kicker-Montagausgabe spricht Timo Werner zudem über den Kampf um die Deutsche Meisterschaft, die Konkurrenten aus München und Dortmund sowie die EM im Sommer. Und er verrät, wie er mit den Aussagen von Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic umging.

oha/dr

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