Bundesliga

Volland: "Unterm Strich haben wir uns selbst geschlagen"

Ex-Hoffenheimer beklagt Anzahl vergebener Möglichkeiten

Volland: "Unterm Strich haben wir uns selbst geschlagen"

Kevin Volland

War unzufrieden mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft: Kevin Volland. imago images

Für Kerem Demirbay war die Rückkehr ins Rhein-Neckar-Stadion erst recht durch die Gelb-Rote Karte in den Schlussminuten ein Nachmittag zum Vergessen. Nadiem Amiri wurde bei seinem Ex-Klub eingewechselt und scheiterte wie seine Kollegen am glänzend aufgelegten Schlussmann Philipp Pentke, statt den möglichen 2:2-Ausgleich zu erzielen. Volland, von 2012 bis 2016 vor seinem Wechsel zu Bayer im Hoffenheimer Trikot, mühte sich ohne Ertrag an der gegnerischen Defensive ab.

"Dass wir zu wenig aus den Chancen gemacht haben, ist klar. Das wird dann bestraft in der zweiten Halbzeit", erkannte der 27-jährige, der beim Stand von 1:1 sein Team hätte in Führung bringen können, aber in Pentke seinen Meister fand. "Der Gegner hier ist keine Laufkundschaft, die Spiele musst du aber trotzdem gewinnen, wenn du oben rein willst, das ist ganz klar." Besserung wünscht sich Volland schon unter der Woche beim VfB, wenn es um den Einzug ins Pokal-Viertelfinale geht. "Unterm Strich haben wir uns selbst geschlagen, vorne die Dinger nicht gemacht", meinte Bayers Sturmspitze. "Da müssen wir ansetzen."

Spielersteckbrief Volland

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Beim Zweitligisten Stuttgart, der am Wochenende mit einem 1:1 beim FC St. Pauli den angedachten Auswärtssieg ebenfalls verpasst hatte, könnte Bayer ein ähnliches Spiel wie in der zweiten Halbzeit bei der TSG erwarten. "Hoffenheim stand ein bisschen tiefer. Trotzdem kamen wir auch ins letzte Drittel und hatten unsere Chancen", sagte Volland. "Da müssen wir uns auch weiterentwickeln, dass wir die Spiele dann souverän gewinnen. Die Möglichkeiten hatten wir ja." Ohne daraus Kapital zu schlagen. Bereits beim 3:0-Sieg im Derby gegen Düsseldorf hatte Trainer Peter Bosz die mangelnde Chancenverwertung angemahnt, trotz des deutlichen Sieges. In Sinsheim kostete Bayer 04 die fehlende Effizienz drei Punkte im Kampf um die Champions League.

Simon Hoffmann