Bundesliga

Hoffenheim verpflichtet Bruun Larsen

Nach Skov der nächste Däne bei der TSG

Hoffenheim verpflichtet Bruun Larsen

Jacob Bruun Larsen

Nächster Halt Hoffenheim: Jacob Bruun Larsen. imago images

Normalerweise ist es nicht die Art von Alexander Rosen, sich vom Treiben auf dem gerade gegen Ende hektischen Transfermarkt anstecken zu lassen. Hoffenheims Manager erledigt die notwendigen Kaderkorrekturen in der Regel weiträumig und nicht auf den letzten Drücker. Es sei denn, es ergibt sich noch eine günstige Konstellation. Es sei denn, es ergibt sich noch eine günstige Konstellation.

Also hat auch die TSG kurz vor Schließung des Transferfensters doch noch mal zugeschlagen und Jacob Bruun Larsen von Borussia Dortmund verpflichtet. Dem Vernehmen nach überweisen die Kraichgauer einen Sockelbetrag von neun Millionen Euro plus Bonuszahlungen für den 21-Jährigen, dessen Vertrag in Dortmund noch bis Sommer 2021 datiert war. Der dänische Nationalspieler war beim BVB unter Trainer Lucien Favre zuletzt kaum zum Zug gekommen, nun erhofft sich Bruun Larsen in Hoffenheim den nächsten Karriereschritt. In Hoffenheim erhält er einen Vertrag bis Sommer 2024.

Nach Robert Skov, der im Sommer aus Kopenhagen zur TSG gewechselt war, zieht es nun den zweiten jungen Dänen nach Hoffenheim. Womöglich spielte diese Komponente auch eine Rolle für Bruun Larsens Entscheidung. Mit Skov bildete der Rechtsfuß schon in Dänemarks U 21 eine Flügelzange. Bruun Larsen über links, Skov über rechts, so traten die Dänen auch zum Duell mit Deutschland bei der U-21-EM vergangenen Sommer in Italien an, bei 1:3 aus dänischer Sicht erzielte Skov den Ehrentreffer.

Bereits als 16-Jähriger hatte Bruun Larsen den Wechsel nach Deutschland vollzogen und wurde bei Borussia Dortmund ausgebildet. Vor zwei Jahren wurde der Offensivspieler für ein halbes Jahr an den VfB Stuttgart verliehen, wo er unter seinem früheren Jugendcoach Hannes Wolf auch defensiv eingesetzt wurde. Zurück in Dortmund schien das Talent beim BVB Fuß zu fassen, Bruun Larsen verzeichnete in der Saison 2018/19 stattliche 24 Einsätze (2 Tore/3 Assists), doch in der laufenden Spielzeit verlor flinke und technisch starke Däne den Anschluss bei der Borussia.

Nun könnte er bei der TSG mit Skov sogar gemeinsam auf einer Seite spielen. Skov als sichernder und gegebenenfalls auch überholender Partner hinter Bruun Larsen. Sofern die Umschulung des Torschützenkönigs Dänemarks zum Linksverteidiger langfristig Bestand hat. Der Neue kann allerdings offensiv einige Rollen übernehmen, auch die Flügelzange wie einst in der U21 ist durchaus denkbar. Ob in Hoffenheims Vision auch eine Umschulung à la Skov angedacht ist, wird sich zeigen.

Locadia zurück in Brighton - Brenet ausgeliehen

Als Folge der Verpflichtungen von Bruun Larsen, vor allem aber von Munas Dabbur (12 Mio vom FC Sevilla) folgte auch der vorzeitige Abgang von Jürgen Locadia. Der Mittelstürmer aus den Niederlanden hatte zuletzt immer weniger Spielanteile bekommen, die Perspektiven des 26-Jährigen verschlechterten sich nun weiter. Hoffenheim hatte Locadia aus Brighton ausgeliehen und sich eine Kaufoption gesichert, diese Vereinbarung ist nun hinfällig, Locadia zieht es dem Vernehmen nach in die USA zu MLS-Klub FC Cincinnati, zunächst kehrt er aber nach Brighton zurück.

Unterdessen hat auch Philipp Ochs einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Das Eigengewächs, das seit 2009 für die TSG spielte, hatte keine Perspektive mehr in Hoffenheim und wechselt zum Zweitligisten Hannover 96. Zu guter Letzt wurde auch die bereits angekündigte Leihe von Joshua Brenet zum niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim bis kommenden Sommer vollzogen, der Außenverteidiger steht in Hoffenheim noch bis 2022 unter Vertrag

Michael Pfeifer

Alle Winter-Neuzugänge der Bundesligisten