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1921 - Die erste Titelverteidigung

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1921 - Die erste Titelverteidigung

Die Meistermannschaft des 1. FC Nürnberg wird 1921 bei der Heimkehr gefeiert. picture alliance

Im ersten Endspiel nach dem Weltkrieg, 1920 in Frankfurt, hatte der Club aus Nürnberg durch ein 2:0 im fränkischen Derby gegen den letzten Vorkriegsmeister SpVgg Fürth seinen ersten Titel errungen. 1921 dann gelang dem 1. FCN ein triumphaler Durchmarsch: Von den 18 Kreisspielen der Saison 1920/21 gewann er 17, nur gegen Fürth gab's ein 0:0. Auch die Süddeutsche Meisterschaft sicherte er sich durch ein 2:1 nach Verlängerung gegen Phönix Ludwigshafen und hatte somit als Titelverteidiger und regulär qualifizierter Verein so etwas die doppelte Teilnahmeberechtigung an der Endrunde in der Tasche.

Als Belohnung erhielt der Club ein Freilos in der ersten Runde, im Halbfinale fertigte er Wacker Halle mit 5:1 ab. "Wacker hatte dem glänzenden Können seines Gegners nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen", schrieb der "Fußball".

"Kein Fürst und kein Kaiser hatten jemals einen Empfang"

Dieses, sein damals unerreichtes Können, bewies der FCN auch im Endspiel. Auf dem von einer großen Menge französischer Soldaten umlagerten Platz des Düsseldorfer DSC 90 - die Rhein-Ruhr-Region war im März 1921 durch die Alliierten besetzt worden - schlug die Mannschaft um den legendären Torhüter Heiner Stuhlfauth den völlig überforderten Berliner Meister Vorwärts Berlin mit 5:0. Luitpold Popp traf dreimal, sein Stürmerkollege Heiner Träg zweimal.

Den Empfang der Meisterspieler durch rund 50.000 Menschen in Nürnberg schilderte der "Fußball" so: "Kein Fürst und kein Kaiser hatten jemals einen Empfang, der von einer größeren Begeisterung getragen war."

Harald Kaiser

1921: Was sonst noch geschah ...

Meister: 1. FC Nürnberg (nach 5:0 gegen den Berliner FC Vorwärts 1890)

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