2. Bundesliga

Keller und Palikuca unisono: "Zu mutlos"

Nürnberger Tabellensituation wird nach Fehlstart prekärer

Keller und Palikuca unisono: "Zu mutlos"

Tim Handwerker, Lukas Mühl, Georg Margreitter, Jens Keller (v.li.)

Kassierte mit dem Club in Hamburg eine deutliche Pleite: Jens Keller (re.). imago images

"Wir waren in der ersten Halbzeit im Ballbesitz mutlos. In der zweiten Halbzeit haben wir dann alles reingehauen. Ich weiß nicht, ob das ein Elfmeter war bei einem Handspiel aus zwei Metern", meinte Nürnbergs Trainer Jens Keller nach der Partie bei "Sky". Ähnlich sah es auch Sportvorstand Robert Palikuca: "Natürlich ist es enttäuschend, wenn wir verlieren. Wir wissen aber, dass wir beim absoluten Topfavoriten gespielt haben. In der ersten Hälfte hat uns der Mut zum Offensivspielen gefehlt, da haben wir uns nur auf die Defensive konzentriert."

Zwar zeigten die Nürnberger in der zweiten Hälfte eine offensivere Ausrichtung - mit Ausnahme des Distanzschusstores von Tim Handwerker zum zwischenzeitlichen 1:2 ergaben sich aber kaum nennenswerte Chancen. "Im letzten Drittel hat die Passqualität zu wünschen übrig gelassen", analysierte Palikuca, der schon mit Blick auf die kommenden Partien im Abstiegskampf, beginnend am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den SV Sandhausen, anfügt: "Wir nehmen unser gutes Zweikampfverhalten mit nach Hause. Die Spiele, in denen wir punkten müssen, kommen jetzt - und da sind wir gefragt."

Spielersteckbrief Mühl

Mühl Lukas

Trainersteckbrief Keller

Keller Jens

Mühl über neue Rolle: "Man muss sich reinfinden"

Der gelernte Innenverteidiger Lukas Mühl, der schon im letzten Testspiel gegen ZSKA Sofia (5:0) auf der rechten Seite verteidigt hatte, agierte auch in Hamburg auf der neuen Position. "Ich habe das erstmals im Trainingslager gespielt und habe das, glaube ich, ganz gut gemacht. Ich war auch etwas überrascht, aber versuche, das Beste daraus zu machen. Da muss man sich reinfinden, die Abläufe sind ähnlich wie innen, das geht über Spiele und Erfahrung", meinte das 23-jährige Nürnberger Eigengewächs.

Auch Keller war mit Mühls Vorstellung in Hamburg keineswegs unzufrieden: "Er hat eine gute Geschwindigkeit und gutes Zweikampfverhalten. Er war in der ersten Hälfte nicht das Problem, sondern, dass wir die diagonalen Bälle nicht gut verteidigt haben. In der zweiten Hälfte haben wir dann etwas verändert, dann ging es besser."

jom