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Coronavirus - Leichtathletik-Weltverband sagt Hallen-WM in China ab

Titelkämpfe sollen 2021 nachgeholt werden

Coronavirus: Leichtathletik-Weltverband sagt Hallen-WM in China ab

Keine Titelkämpfe in der Halle

Keine Titelkämpfe in der Halle. picture alliance

Dies teilte die World Athletics am Mittwochabend in Monte Carlo mit. "Wir bedauern, dass wir mit den Organisatoren übereingekommen sind, die Hallen-Weltmeisterschaften auf den März 2021 zu verschieben", hieß es in einer Mitteilung. "Wir wissen, dass China alles unternimmt, um das Coronavirus in den Griff zu bekommen, und wir unterstützen alle Bemühungen. Aber wir müssen unseren Athleten, Mitgliedsverbände und Partnern eine klare Linie in einer komplexen und sich schnell entwickelnden Angelegenheit mit auf den Weg geben."

Man wisse, dass China alles tue, um den Virus einzudämmen. Die Empfehlung der medizinischen Kommission, die mit der Weltgesundheitsorganisation WHO in Kontakt sei, erlaube es nicht, anders zu reagieren. Die Suche nach einem Ersatzort war in der Kürze der Zeit nicht möglich.

Das medizinische Team des Weltverbandes habe darauf hingewiesen, dass die Ausbreitung des Virus in China und im Ausland immer noch auf einem besorgniserregenden Niveau sei und deshalb alle Großveranstaltungen vermieden werden sollten, die sich verschieben ließen.

Aufgrund des frühen Termins der Olympischen Spiele in Tokio (24. Juli bis 9. August) ist die Hallensaison auf ein sehr enges Zeitfenster begrenzt. Eine terminliche Verlegung mit dem Austragungsort Nanjing war daher nicht möglich. Die Überlegungen, die WM am alten Termin an einem anderen Ort auszutragen, seien verworfen worden.

Verbände anderer Sportarten beobachten die Situation genau. Die Formel 1, die am 19. April den Großen Preis von Shanghai im Kalender stehen hat, stehe in engem Kontakt mit den örtlichen Veranstaltern, teilte ein Sprecher der Motorsportserie der dpa mit.

tru/sid/dpa