Bundesliga

Frankfurts Fischer: "Kevin-Prince Boateng ist ein super Testimonial"

Der Frankfurter Präsident und Carsten Cramer über Kampf gegen Rechts

Fischer: "Boateng ist ein super Testimonial"

Peter Fischer

Klare Worte: Peter Fischer, Präsident der Frankfurter Eintracht. imago images

Denn, so Cramer auf einer Podiumsdiskussion beim SPOBIS-Kongress in Düsseldorf: "Selbstreinigung funktioniert nur, wenn die Rückendeckung aus dem Klub da ist." Fischer etwa weiß zu berichten, dass es "natürlich auch bei uns Leute mit den falschen Abzeichen, Shirts und Aussagen gab - da hat die Kurve den Selbstreinigungsprozess angestoßen".

Fischer, der bereits vor zwei Jahren betonte, dass eine Mitgliedschaft bei der Eintracht unvereinbar sei mit der Wahl der AfD und dafür viel Applaus erntete, sieht da auch Spieler in der Pflicht und lobt einen Ex-Kicker der Hessen: "Prince Boateng ist ein super Testimonial dafür. Er stand schon immer für das Thema, er hat das bei uns im Museum und auch in den Jugendmannschaften weitergegeben. Der hat das richtig gut gemacht."

Mit seiner Aufforderung an Klubmitglieder, sich zu prüfen, habe er keine Ausschlusskriterien definieren wollen, aber eben sehr bestimmt darauf hingewiesen auf "die klaren Werte unserer Satzung. Ich war damals unendlich geschockt über Wahlergebnisse von Völkischen und Nationalsozialisten. Wir haben gesagt: Prüft euch. Und wenn ihr euch prüft, dann gehen diese beiden Dinge nicht zusammen."

In jenem Kampf gegen Rechts sieht auch Cramer seinen Klub gefordert: "Die Dortmunder Stadtgesellschaft braucht einen starken BVB. Wir haben in Dortmund eine rechte Szene. Wir müssen da aktiv werden und wir können glaubwürdig aufzeigen, dass wir das seit Jahren, seit Jahrzehnten bekämpfen."

Benni Hofmann

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