2. Bundesliga

Kocak: "Sollten aufhören, uns Alibis zu suchen"

Hannover-Coach spricht nach Regensburg-Pleite Klartext - bleibt aber zuversichtlich

Kocak: "Sollten aufhören, uns Alibis zu suchen"

Hannovers Trainer Kenan Kocak ärgert sich während der Partie bei Jahn Regensburg

Lässt keine Ausreden gelten: Hannovers Trainer Kenan Kocak. imago images

"In der zweiten Hälfte haben wir jegliches vermissen lassen", resümierte ein sichtlich angefressener 96-Trainer Kenan Kocak nach der Auswärtspleite bei Jahn Regensburg. Ein Strafstoß in der Nachspielzeit hatte die Niedersachsen kurz vor der Pause - letztlich entscheidend - in Rückstand gebracht. "Wir waren nicht zweikampfstark, der Zug nach vorne hat gefehlt, wir hatten Probleme mit dem Zweikampfverhalten", zählte der Coach bei "Sky" auf. Dabei habe seine Mannschaft das Spiel im ersten Durchgang "relativ gut kontrolliert" und wenig zugelassen. "Das war die Richtung, in die wir wollten", sagte Kocak. "Uns war von vornherein klar, dass wir hier ein Projekt übernommen haben und das auch meistern wollen. Und solche Spiele gehören dazu."

Der zweite Durchgang sei nicht schön gewesen, aber Kocak ist sich sicher: "Am Samstag werden wir ein anderes Gesicht zeigen. Davon bin ich überzeugt." Um 13 Uhr (LIVE! bei kicker) empfangen die Niedersachsen den Tabellen-16. aus Wiesbaden. Dass die unruhige Vereinssituation bei Hannover auch Einfluss auf die Leistungen habe, wollte Kocak nicht als Ausrede gelten lassen. "Wir sollten aufhören, uns Alibis zu suchen. Wir sind verantwortlich für das, was auf dem Platz passiert. Und das war nicht gut." Die Niedersachsen hatten sich Mitte Januar von Sportdirektor Jan Schlaudraff getrennt - nach nur einem halben Jahr.

Trainersteckbrief Kocak

Kocak Kenan

"Wir müssen das, was außenrum passiert, ausblenden", forderte Kocak am Dienstag. "Das ist eine Entscheidung des Vereins, das haben wir zu respektieren. Wir haben die Aufgabe, das Team auf die nächsten Spiele vorzubereiten." Ein nicht ganz unwichtiges steht dabei bereits am Samstag an.

fbs