Frauen

TSG Hoffenheim: Überraschung der bisherigen Frauen-Bundesliga-Saison

Die Hoffenheimerinnen haben bereits nach dem 13. Spieltag den Punkterekord eingestellt

TSG-Trainer Ehrmann: "Niemand konnte mit solch einer Saison rechnen"

Trainer der Überraschungsmannschaft: Jürgen Ehrmann

Muss derzeit nicht viel korrigieren bei seinen Spielerinnen: Hoffenheim-Trainer Jürgen Ehrmann. imago images

Im Interview mit DFB.de spricht Ehrmann davon, dass man sich vor der Saison vorgenommen hatte, sich im Vergleich zur Vorsaison verbessern zu wollen. Die vergangene Runde schloss das Team auf einem guten und erstmalig erreichten sechsten Rang ab. "Dass wir jetzt in der Winterpause bereits mehr Zähler haben als vergangenes Jahr - und schon damals hatten wir einen Vereinsrekord aufgestellt -, ist natürlich einfach nur sensationell. Niemand konnte damit rechnen. Das übertrifft alle Erwartungen", berichtet der 58-Jährige mit großem Stolz.

TSG-Erfolgsrezept ist vielschichtig

Auf die Frage nach dem Erfolgsrezept antwortet Ehrmann: "Der Kern spielt inzwischen schon einige Jahre zusammen. Die Mädels kennen unsere Philosophie in- und auswendig. Das zahlt sich aus. Außerdem ist der Zusammenhalt im Team überragend und die Spielerinnen sind extrem ehrgeizig und fleißig." Zusätzlich führt er noch das Umfeld des Vereins an, welches "wirklich hervorragende Möglichkeiten bietet". Besonders im innovativen Bereich würde sich der Klub deutlich von den Konkurrenten abheben.

Die Statistik spricht klar für die TSG: Die Hoffenheimerinnen haben 41 Tore geschossen (die Zweitmeisten hinter Tabellenführer Wolfsburg) und dabei nur neun Tore kassiert, was ebenfalls den zweitbesten Wert der gesamten Liga darstellt. "Das sind Zahlen, auf die wir stolz sein können, auf denen wir uns aber gleichzeitig nicht ausruhen werden", verspricht der Trainer.

Erstmalige Champions-League-Qualifikation ist realistisch

Je länger die Kraichgauerinnen oben mitspielen werden, desto wahrscheinlicher wird die erstmalige Qualifikation zur Champions League. Wird das im weiteren Saisonverlauf auf die Spielerinnen vielleicht unterbewusst Druck ausüben? "Wir sind Tabellenzweiter. Stand jetzt wären wir nächstes Jahr in der Champions League dabei. Natürlich kreist das Thema ab und zu um uns herum. Das kann man gar nicht verhindern. Wir sind trotzdem relativ entspannt und sehen die Situation als große Chance an. Wir haben nichts zu verlieren, dabei bleibe ich", ist sich Ehrmann sicher.

Zum Auftakt in die zweite Saisonhälfte am 14. Februar kommt es gleich zum Spitzenduell mit dem Tabellenführer aus Wolfsburg. Geht es nach Ehrmann, ist das gleich ein gelungener Anlass, um endlich den "schwarzen Fleck aus der Statistik" rauszubekommen: "Wolfsburg ist die einzige Mannschaft, gegen die wir bisher noch nie einen Punkt holen konnten. Es waren zwischendurch mal enge Partien dabei, aber eine richtige Chance auf ein Erfolgserlebnis hatten wir eigentlich nie. Das wollen wir endlich ändern."

kon