3. Liga

FSV Zwickau beschließt Ausgliederung der Profimannschaft

"Wichtiger Grundstein" gelegt

Erfolgreiche Mitgliederabstimmung: Zwickau beschließt Ausgliederung der Profimannschaft

Eine Eckfahne des FSV Zwickau.

Der FSV Zwickau hat seine Profiabteilung erfolgreich in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert. imago images

Nachdem dem FSV Zwickau in der vergangenen Woche vom DFB die finanzielle Leistungsfähigkeit für die Saison 2019/2020 bestätigt wurde, gibt es nun die nächste gute Neuigkeit zu vermelden: Wie der Verein am gestrigen Sonntag mitteilte, ist die Ausgliederung der Profiabteilung in eine Kapitalgesellschaft gelungen. Bereits vor der Abstimmung erinnerte Sportchef Toni Wachsmuth die Mitglieder in seinem Plädoyer daran, "dass wir unter den aktuellen Voraussetzungen dem Wettbewerb noch immer hinterherhinken" - mit Erfolg: 332 von 374 Mitgliedern stimmten für eine Ausgliederung. Insgesamt erhielt der Antrag nur 40 Gegenstimmen.

Investoren gesucht

Vorstandssprecher Tobias Leege sprach von "weitreichenden Entscheidungen", die die FSV-Mitglieder getroffen hätten. Immerhin sei eine eindeutige Mehrheit erreicht worden. Der "wichtige Grundstein für die nächste Etappe", wie Sportchef Wachsmuth bereits zuvor sagte, ist also gelegt. Mit diesem Schritt wollen sich die Westsachsen für externe Geldgeber öffnen, um finanziell künftig auf sichereren Beinen zu stehen. Wie Leege gegenüber dem vereinseigenen Sender "FSV TV" außerdem bestätigte, befindet sich der Verein in Gesprächen mit potenziellen Investoren. Aufgrund der "50+1-Regel" können aber nur maximal 49 Prozent der Anteile veräußert werden.

"Nächste Etappe" beginnt - Zwickau verzeichnet finanziellen Überschuss

Um der Sorge der Fans um ihr Mitspracherecht im Verein und einer zu starken Einflussnahme möglicher Investoren entgegenzuwirken, gründeten die Sachsen zudem eine Arbeitsgruppe und bezogen auch die aktive Fanszene mit ein. Während der Planungsphase bezifferte ein unabhängiges Wirtschaftsprüfungsunternehmen den Wert des Vereins auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Das Geschäftsjahr 2018/19 haben die Zwickauer unterdessen mit einem leichten Gewinn abgeschlossen. Laut Leege stand am Ende ein Überschuss von 4.347 Euro zu Buche.

kon