Bundesliga

Klinsmann freut sich über spätes Comeback und sieht Fortschritte

Hertha-Coach von Variante im Sturmzentrum angetan

Klinsmann freut sich über spätes Comeback und sieht Fortschritte

Jürgen Klinsmann

Diebische Freude: Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann beim Abpfiff in Wolfsburg. imago images

"Was mich besonders gefreut hat, ist, wie die Truppe auf den Rückstand reagiert, dass sie sich nicht aus Ruhe bringen hat lassen und auch nach dem 1:0 nicht nervös geworden ist", sagte Klinsmann nach der Partie. Neben der Einstellung war der ehemalige Bundestrainer auch über die plötzliche Kaltschnäuzigkeit in der Schlussphase erfreut: "Wir Trainer sagen gerne, dass man auch mal ein Tor erzwingen muss und das hat Jordan Torunarigha gemacht - mit seiner Wucht und seiner Entschlossenheit in diesen Eckball reinzugehen. Dass es dann natürlich noch durch Dodi (Lukebakio; d. Red.) zum Dreier reicht, ist für uns eine tolle Sache."

Klinsmann erkennt auch spielerischen Fortschritt

Obwohl seine Elf insgesamt nur selten Gefahr erzeugte und vor allem nach der Pause offensiv lange kaum in Erscheinung getreten war, erkannte Klinsmann auch fußballerische Fortschritte: "Ich denke schon, dass wir heute auch spielerisch nach vorne gekommen sind, auch wenn der VfL natürlich mehr Spielanteile und mehr Ballbesitz hatte. Man muss sich aber der jeweiligen Situation anpassen und wir befinden uns in dieser prekären Situation und haben den Kampf angenommen. Die Mannschaft zieht super mit und stellt sich in den Sinn der Sache. Ich glaube aber schon, dass wir Spieler haben, die, wenn wir da unten rauskommen und die Köpfe leichter werden, ihre fußballerische Klasse zeigen werden."

Spielersteckbrief Stark

Stark Niklas

Spielersteckbrief Lukebakio

Lukebakio Dodi

Trainersteckbrief Klinsmann

Klinsmann Jürgen

Als Beispiel nannte Klinsmann die Entscheidung, Lukebakio ins Sturmzentrum zu ziehen. "Die Variante mit Dodi hat auch deswegen gut funktioniert, weil wir im Konterspiel gewisse Ballpassagen hatten, die im Kombinationsspiel gefährlich geworden sind. Da hatten wir in den letzten Spielen ein wenig gelitten. Wir wissen aber in der prekären Situation, dass wir aus einer kompakten Verteidigungslinie spielen und eng beisammen sein müssen, um dem Gegner nicht viele Räume aufzumachen."

Stark: "Es muss 'step-by-step' gehen"

Auch Niklas Stark, der in Wolfsburg die Kapitänsbinde der Berliner trug, sah dies nach dem Spiel bei "Sky" so: "Solange wir unten drin sind, hilft kein Schönspielen. Wenn wir da unten raus sind, können wir auch wieder Fußballspielen. Das muss 'step-by-step' gehen. Wenn wir unten raus sind, kommen die nächsten Ziele."

Klinsmann sieht in dem Sieg auch eine Art Ertrag der letzten Wochen und blickt nun bereits voraus. "Was mich auch freut ist, dass sich die Mannschaft für die letzten Wochen, in denen wir hart gearbeitet haben, belohnt hat. Wir haben vier Tage früher als jeder andere Bundesligist angefangen. Letzte Woche haben wir eine Lektion vom FC Bayern bekommen, heute haben wir auch das Quäntchen Glück auf unserer Seite gehabt. Der nächste Fight steht jetzt am nächsten Freitag gegen Schalke an."

jom

Bilder zur Partie VfL Wolfsburg - Hertha BSC