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Nach Alu-Festival und Skandal-Plakat: "Klare Köpfe" im Roma-Lazio-Duell

Serie A, 21. Spieltag: Das Derby della Capitale steht an

Nach Alu-Festival und Skandal-Plakat: "Klare Köpfe" im Roma-Lazio-Duell

Simone Inzaghi ist Trainer von Lazio Rom.

Setzt auf Disziplin beim Derby della Capitale gegen die Roma: Lazio-Coach Simone Inzaghi. imago images

Wenn sich an diesem Sonntag im altehrwürdigen Stadio Olimpico die AS Rom und Lazio Rom zum 158. Mal in der Serie A gegenüberstehen, dann ist das nicht nur ein Klassiker des italienischen Fußballs - sondern auch der Vergleich zweier Klubs, die in die Champions League wollen und auf diesem Weg aktuell im Soll liegen. Schließlich gastiert der Dritte, der zuletzt elf Ligasiege in Folge gefeiert hat, beim Fünften, der punktgleich mit dem Vierten Atalanta ist.

Außerdem geht es für beide Vereine darum, die jüngsten Wunden zu lecken. Denn sowohl der amtierende Pokalsieger Lazio (0:1 in Neapel) als auch die Roma (1:3 bei Juventus) sind unter der Woche aus der Coppa Italia ausgeschieden.

Dieses Derby ist "besonders"

Ein Sieg im immens bedeutsamen Stadtderby wäre da natürlich für beide Seiten Gold wert. Und Lazio-Trainer Simone Inzaghi hat auch schon einen klaren Plan im Kopf, den er auf der Pressekonferenz mitgeteilt hat: "Wir alle wissen, wie wichtig dieses Derby für uns und die Fans ist. Ich kenne dieses Duell selbst aus eigener Erfahrung als Spieler und Trainer. Es ist ein Match, das sich von all den anderen Spielen innerhalb einer Saison abgrenzt. Es ist besonders. Doch ich werde meine Spieler darum bitten, einen klaren Kopf zu bewahren, weil die Partie an sich schon reichlich Druck mit sich bringt. Ich hoffe auf ein Fest des Fußballs." Härte zwischen den Spielern, zu viel Aggressivität oder auch Hass unter den Fanlagern - darauf würde Inzaghi derweil sehr gerne verzichten.

Wer auch immer dieses Plakat erstellt hat, liebt den Fußball nicht.

Roma-Coach Paulo Fonseca über ein despektierliches Plakat bezüglich Nicolo Zaniolo

Sein Gegenüber, Roma-Trainer Paulo Fonseca, sieht das übrigens genauso - zumal er während seiner Presserunde auch nochmals ans sportlich wilde und höchst ansehnliche 1:1 beim Hinspiel erinnert hat (sechs Aluminium-Treffer): "Wir wollen uns fußballerisch messen und mit Mut auftreten." Schmähgesänge oder gar Aktionen wie zuletzt, als nahe des AS-Trainingsgeländes Trigoria ein Banner mit Anfeindungen Richtung Nicolo Zaniolo samt Rollstuhl-Bild aufgetaucht ist, hätten laut Fonseca nichts damit zu tun ("Wer auch immer dieses Plakat erstellt hat, liebt den Fußball nicht").

Zaniolo, der italienische Nationalspieler und Hoffnungsträger der Giallorossi, laboriert aktuell an einem Kreuzbandriss und arbeitet daran, eventuell bis zur EM 2020 fit zu werden sowie rechtzeitig auf den Zug der Squadra Azzurra aufzuspringen.

mag

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