Bundesliga

Steffen Baumgart vom SC Paderborn ärgert sich über seine Gelbe Karte

Dritte Verwarnung für Paderborns Coach - Lob für Defensivleistung

"Geht mir auf den Sack" - Baumgarts Ärger über seine Gelbe Karte

Schiedsrichter Christian Dingert (rechts) zeigt Paderborns Trainer Steffen Baumgart die Gelbe Karte.

Zu viel gesagt: Paderborns Trainer Steffen Baumgart (links) sah im Schwarzwaldstadion bereits seine dritte Gelbe Karte in der laufenden Saison. imago images

Baumgart hatte sich - beginnend mit dem Platzverweis für Jamilu Collins nach einer knappen Stunde - immer wieder über Entscheidungen von Schiedsrichter Christian Dingert echauffiert, bis dieser ihm nach 79 Minuten schließlich die Gelbe Karte zeigte. "Wenn das heute respektlos von mir war, verstehe ich die Welt nicht mehr. Der Vierte (Offizielle, Anm. d. Red.) meinte zu mir, dass ich das manchmal nicht merke. Aber ich war heute sehr friedlich für meine Art", sagte Baumgart auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

"Bei Fouls gehst du als Trainer hoch, weil du deine Jungs schützen willst. Das ist normal. Da fragst du nicht, ob das respektlos ist. Und dafür kriegt man die Gelbe Karte. Ganz ehrlich: Langsam geht es mir auf den Sack", sagte Baumgart, um sich noch im Satz selbst über den Mund zu fahren. "Jetzt habe ich zu viel gesagt."

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Trainersteckbrief Baumgart

Baumgart Steffen

Ich werde nicht die Schnauze halten, wenn ich das Gefühl habe, es war ein Fehlverhalten der Schiedsrichter.

SCP-Trainer Steffen Baumgart

Gut zehn Minuten vor dem Ende der Partie hatte sich die gesamte Paderborner Bank über einen nicht gegebenen Freistoß für den SCP lautstark aufgeregt - Baumgart war verwarnt worden. "In der Situation bin ich jetzt nicht völlig ausgetickt. Danach habe ich mich viel mehr aufgeregt und bin auch froh, dass ich zurückgehalten wurde. Sonst wäre das heute vielleicht nicht gut gegangen", gab der Trainer zu. "Aber ich werde nicht die Schnauze halten, wenn ich das Gefühl habe, es war ein Fehlverhalten der Schiedsrichter." Zum Ende hin zeigte sich der Trainer jedoch versöhnlich: "Wenn ich respektlos war, dann entschuldige ich mich dafür. Ich habe vor jedem Schiedsrichter Respekt, ich erwarte es aber von beiden Seiten."

Für den Coach war es bereits die dritte Verwarnung in der laufenden Saison. Er ist damit alleiniger Rekordhalter unter den Trainern der Bundesliga. Sein Amtskollege Marco Rose von Borussia Mönchengladbach hatte bereits angeregt, mit Vertretern der Schiedsrichter über die aktuelle Situation zu sprechen. Mit dem Spiel seiner Mannschaft war Baumgart dagegen äußerst zufrieden. "Wir haben sehr wenige Chancen zugelassen und kontrolliert gespielt. Das war ein gelungener Nachmittag für uns", resümierte der 48-Jährige bei "Sky".

Antwi-Adjeis schwere Premiere

Gelungen war bereits der Auftakt nach der Halbzeit. Nach einem schönen Zuspiel von Dennis Srbeny war Christopher Antwi-Adjei auf und davon und ließ sich im Eins-gegen-eins mit Alexander Schwolow sein erstes Bundesliga-Tor nicht mehr nehmen. "Es war relativ schwer", sagte der Torschütze nach dem Schlusspfiff über seinen Premierentreffer. "Aber ich habe einen guten Pass bekommen und bin cool geblieben. Ich bin glücklich, dass es geklappt hat und dass wir das Spiel gewonnen haben", erklärte der 25-Jährige. "Es war eine schwere Partie, Freiburg hat richtig Druck gemacht. Aber solche Spiele gehören dazu, um zusammenzuwachsen."

SCP-Kapitän Christian Strohdiek lobte seine Mitspieler in den höchsten Tönen: "Das ist superschön, mit dem Dreier nach Hause zu fahren. In der zweiten Halbzeit haben wir vorne und hinten absolut konsequent gespielt."

Heute hätten wir noch eine Stunde weiterspielen können, ohne dass einer reingeflogen wäre.

Freiburgs Nils Petersen

Freiburgs Nils Petersen, der in den vergangenen drei Spielen gegen Paderborn fünfmal getroffen hatte, zeigte sich nach der Partie ernüchtert. "Das ärgert uns ungemein. Heute hätten wir noch eine Stunde weiterspielen können, ohne dass einer reingeflogen wäre", sagte der Stürmer, der jedoch auch Lob für den Gegner fand. "Das war eine reife Abwehrleistung von Paderborn." Auch Freiburgs Coach Christian Streich äußerte sich anerkennend: "Wir haben verdient verloren, weil wir nicht gut genug waren. Gratulation an Paderborn."

fbs/ CSL