Tennis

"Bestes Match": Zverev räumt Verdasco aus dem Weg

Fünfsatz-Krimi zwischen Kyrgios und Khachanov

"Bestes Match": Zverev räumt Verdasco aus dem Weg

Alexander Zverev

Autogrammstunde: Alexander Zverevs Unterschrift war nach dem Sieg gegen Fernando Verdasco gefragt. imago images

Zverev trat am Samstag überzeugend auf und zog mit dem klaren 6:2, 6:2, 6:4 gegen den früheren Top-Ten-Spieler Verdasco aus Spanien in Melbourne zum zweiten Mal nacheinander in die Runde der besten 16 ein. "Es war das beste Match, das ich in dieser Woche gespielt habe", sagte Zverev nach seinem Erfolg über den Melbourne-Halbfinalisten von 2009.

Zverev kann dann nun gegen Andrey Rublev seine Viertelfinal-Premiere bei den Australian Open perfekt machen. Gegen den gleichaltrigen Weltranglisten-16. hat Zverev in drei Partien keinen Satz abgegeben. Nun müsste der Hamburger aber eine starke Serie von Rublev beenden, wenn er in der entscheidenden Turnierphase mitmischen will. Rublev startete mit zwei Turniersiegen in die neue Saison - und damit deutlich erfolgreicher als Zverev.

Es war das beste Match, das ich in dieser Woche gespielt habe.

Alexander Zverev

Im Duell mit Verdasco, der mit Tape-Streifen unter beiden Knien spielte, war dem Hamburger von seiner Formkrise nicht mehr viel anzumerken. Gegen den 14 Jahre älteren Spanier startete Zverev mit einem Break optimal. Im dritten Spiel stützte er sich zwar auf sein rechtes Knie ab, nachdem er einen kurzen Ball erlaufen hatte, nahm dem Linkshänder aber dennoch erneut den Aufschlag ab.

Seinen einzigen Aufschlagverlust leistete sich der 1,98 Meter große Schlaks erst im dritten Satz zum 2:4, blieb aber sofort wieder dran - und sicherte sich vier Spielgewinne in Serie. Nach 1:56 Stunden und dem dritten Matchball war das Weiterkommen geschafft. Mit dem dritten Match ohne Satzverlust konnte Zverev wertvolle Kräfte sparen. "Ich bin glücklich damit, wie ich gespielt habe. Ich habe es heute genossen. Es hilft, in drei Sätzen zu gewinnen", sagte Zverev.

Viermal Tiebreak: Kyrgios ringt Khachanov nieder

Ebenfalls im Achtelfinale steht Lokalmatador Nick Kyrgios. Der Australier siegte in einem unfassbar engen Match mit drei regulären Tiebreaks plus Match-Tiebreak gegen den Russen Karen Khachanov 6:2, 7:6 (7:5), 6:7 (6:8), 6:7 (7:9), 7:6 (10:8). Sowohl im dritten als auch im vierten Satz hatte der häufig wegen seines Verhaltens kritisierte 24-Jährige einen Matchball nicht nutzen können.

So ging die Partie über die volle Distanz und blieb bis zum letzten Ballwechsel spannend. Erst im Match-Tiebreak verwandelte Kyrgios nach 4:26 seinen dritten Matchball. Es war das längste Spiel seiner Karriere. Nun trifft der Australier auf den Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal, der bislang ohne Satzverlust durch das Turnier marschierte. Bislang hat Kyrgios immerhin drei von sieben Vergleichen mit Nadal gewonnen - allerdings sind sich die beiden Kontrahenten auch immer wieder in die Haare geraten.

jch/mib/dpa

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