Bundesliga

Schreuder: "Wir würden uns freuen, wenn Vogt spielt"

Skovs Einsatz auf der Kippe

Schreuder: "Wir würden uns freuen, wenn Vogt spielt"

Kevin Vogt, Alfred Schreuder

In der Hinrunde noch Kapitän und Trainer, nun schon Gegner: Kevin Vogt und Alfred Schreuder. imago images

Der weniger spektakuläre Fall ist sicherlich Bittencourt. Denn die zwei Minuten plus Nachspielzeit, die ihm Trainer Schreuder damals gegen Bremen gönnte, waren seine letzten im TSG-Trikot. Wenig später wurde der Offensivspieler verliehen, sollte Bremen die Klasse halten, greift nach dieser Saison automatisch eine Kaufoption, die den 26-Jährigen für sieben Millionen Euro endgültig zu einem Bremer machen.

"Wir wollten ihn eigentlich behalten, aber er wollte unbedingt spielen, diese Garantie konnten wir ihm nicht geben", erläuterte am Freitag Schreuder im Rückblick, "die Art und Weise, wie er mir das erklärt hat, dafür hatte er meine Bewunderung. Ich habe gespürt, dass es echt war, er hat es auch verdient zu spielen, er hat das Alter dazu."

Spielersteckbrief Vogt

Vogt Kevin

Spielersteckbrief Bittencourt

Bittencourt Leonardo

Trainersteckbrief Schreuder

Schreuder Alfred

Trainersteckbrief Kohfeldt

Kohfeldt Florian

Werder Bremen - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.02.1899

Vereinsfarben

Grün-Weiß

TSG Hoffenheim - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.07.1899

Vereinsfarben

Blau-Weiß

Schreuder über Vogt: "Man muss die Dinge trennen"

Das hat auch der noch zwei Jahre ältere Kevin Vogt. Doch gegen Ende der Hinrunde war Schreuder nicht mehr zufrieden mit den Leistungen seines damaligen Kapitäns und nahm ihm seinen Stammplatz. Vogt trat nach dem letzten Spiel vor der Winterpause als Mannschaftsführer zurück. Weil sich auch nach dem Wintertrainingslager die Lage für Vogt augenscheinlich nicht verbessert hatte, kam es vor gerade mal zwölf Tagen zum Seitenwechsel. Bis Sommer ist Vogt nun an Bremen ausgeliehen, in seinem Fall ohne weitere Optionen, sein Vertrag im Kraichgau läuft noch bis 2022.

Wir finden es alle gut, dass Kevin wieder einen Verein hat, wo er spielen kann.

Alfred Schreuder

Und Vogt ist heiß auf das Duell mit den Kollegen. Auch eine am vergangenen Samstag erlittene Gehirnerschütterung wird ihn wohl nicht von einem Einsatz am Sonntag gegen seinen Stammverein abhalten. Ein spannendes wie heikles Wiedersehen nach den Spannungen mit Ex-Coach Schreuder. "Man muss da die Dinge trennen", erklärt der Niederländer und versichert: "Wir finden es alle gut, dass Kevin wieder einen Verein hat, wo er spielen kann."

Aber ausgerechnet gleich wieder gegen Hoffenheim? Vor Jahresfrist hatte die TSG im Fall von Vincenzo Grifo nach dessen Wechsel nach Freiburg eine solche Konstellation ausgeschlossen. Diesmal lehnte Vogt eine entsprechende Klausel kategorisch ab. "Wir würden uns natürlich freuen, wenn er spielt, weil es geht auch um den Jungen."

"Es gibt noch Zweifel": Ein Fragezeichen hinter Skov

Der 47-Jährige sagt das ohne jeglichen Hintergedanken oder Unterton. "Unsere Spieler freuen sich auch, Kevin zu sehen", versichert Schreuder. "Letzte Woche hatte er eine schlimme Verletzung, da waren wir alle ein bisschen erschrocken. Wir gehen davon aus, dass Bremen alles so professionell macht, dass sie kein Risiko eingehen. Seine Gesundheit steht über allem. Natürlich ist er ein starker Spieler, das wissen wir alle." Für Hoffenheim zuletzt wohl nicht mehr stark genug.

Nach wie vor offen ist bei der TSG der Einsatz von Robert Skov, der Däne laboriert an einer Muskelverletzung in der Wade. "Bei Robert Skov gibt es noch Zweifel, das werden wir am Samstag entscheiden", so Schreuder. An dessen Stelle dürfte sodann Steven Zuber einspringen.

Michael Pfeifer

Alle Winter-Neuzugänge der Bundesligisten