2. Bundesliga

HSV-Sportvorstand Boldt: Kein Grund zur Sorge bei Pohjanpalo

Trotz Verletzungshistorie kein erhöhtes Risiko beim Transfer des Stürmers

HSV-Sportvorstand Boldt: Kein Grund zur Sorge bei Pohjanpalo

Angriffslustig: Joel Pohjanpalo

Will seine Verletzungsprobleme endlich hinter sich lassen HSV-Neuzugang Joel Pohjanpalo imago images

"Seitdem wir die Stürmerthematik intern nochmals neu bewertet haben, war Joel auf der Liste", sagte Boldt zu Beginn der Pressekonferenz. Gleichzeitig schwärmte er von den Qualitäten des Finnen: "Das Profil, das er mitbringt, ist sehr gut. Er besticht durch seine Körperlichkeit, seine Cleverness, sein klasse Abschlussverhalten und durch seine Torgefahr, die er ausstrahlt. Zudem ist er als Typ ein einwandfreier Charakter, der sehr gut in die Truppe reinpasst."

Verletzungsproblematik "gewissenhaft abgeklopft"

Auf die Frage, ob der HSV mit der Verpflichtung trotz der immer wiederkehrenden Verletzungsprobleme ein zu großes Risiko eingehe, erklärte der Sportvorstand: "Natürlich ist uns diese Verletzungsproblematik, die er in den letzten eineinhalb Jahren gehabt hat, bewusst. Aber wir haben das gewissenhaft abgeklopft. Die Verletzung ist vollständig ausgeheilt. Das haben die Ärzte hier vor Ort und auch in Leverkusen nochmals bestätigt. Außerdem war Joel im Trainingslager bei Leverkusen voll einsatzfähig und hatte keinerlei Schmerzen mehr."

Spielersteckbrief Pohjanpalo

Pohjanpalo Joel

Auch Pohjanpalo selbst, der bis zum Saisonende ausgeliehen ist, wollte von den Verletzungsproblemen nichts mehr hören: "Ich bin fit. Ich habe die ganze Vorbereitung mit Leverkusen ohne Probleme oder Zwischenfälle mitgemacht. Im Test gegen St. Gallen habe ich außerdem ein Tor und eine Vorlage beigesteuert. Alles war richtig gut."

Trotz höherklassigen Interessenten zum HSV

Laut Boldt waren auch höherklassige Vereine am Finnen interessiert. Warum aber entschied er sich am Ende, zum zweitklassigen HSV zu wechseln? "Klar, der HSV war nicht die einzige Möglichkeit, die ich hatte. Ich finde es allerdings sinnvoller, sich einer Mannschaft anzuschließen, die um den Aufstieg in die Bundesliga kämpft, als zu einem Verein zu wechseln, der gegen den Abstieg kämpft. Außerdem haben der HSV und Leverkusen viele Gemeinsamkeiten in der Spielweise: viel Ballbesitz, hohe Spielkontrolle und viele Torchancen. Das liegt mir", ist Pohjanpalo von seinem neuen Arbeitgeber überzeugt.

Ein weiterer wichtigerer Punkt war, mit mehr Spielpraxis ein fester Teil der finnischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft im Sommer zu werden. "Die EM war natürlich auch ein wichtiger Aspekt. Ich möchte im Sommer meinen Platz im Team haben. Dazu muss ich aber regelmäßig Spielzeit bekommen. In Leverkusen war das auch aufgrund der großen Konkurrenzsituation im Angriff relativ schwer", sagte er.

kon

Gomez, Ewerton und Co.: Diese Zweitliga-Profis wollen 2020 durchstarten