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DreamHack Leipzig: Polizei bittet Cosplayer um Rücksicht

Keine "Waffen" in der Innenstadt

DreamHack Leipzig: Polizei bittet Cosplayer um Rücksicht

Sie bereichern eine Gaming-Messe ungemein: die Cosplayer

Sie bereichern eine Gaming-Messe ungemein: die Cosplayer. Manche Kostüme sehen spektakulär und zum Verwechseln echt aus. DreamHack Leipzig 2019

Leipzig war von 2002 bis 2008 einmal im Jahr die größte Anlaufstelle für Gaming-Begeisterte aus aller Welt. In diesem Zeitraum fand dort die Games Convention statt. Mit der DreamHack bekam die Leipzig Messe 2016 ein neues Gaming-Event zugesprochen und seitdem treffen sich Fans der Szene dort regelmäßig. Das Festival bringt auch Cosplayer in die Stadt und deren oftmals aufwendig gestalteten Kostüme, können sehr echt aussehen. Auf der DreamHack werden beispielsweise Spiele wie Rainbow Six oder Dota 2 gespielt. Die Charaktere in diesen Spielen tragen Pistolen, Schwerter oder andere Arten von Waffen, die auch von Cosplayern in ihre Kostüme aufgenommen werden.

Polizei sensibilisiert

In der Vergangenheit gab es auf Gaming-Events deswegen hin und wieder Irritationen, wenn diese Waffenimitationen in der Innenstadt zu sehen waren. Deshalb wurde auf vereinzelten Veranstaltungen das Mitführen dieser Attrappen auch schon mal verboten. Zur DreamHack Leipzig gibt es diese Regeln nicht und die Cosplayer können sich in ihrer Kreativität voll austoben.

In der Innenstadt von Leipzig hatten es einige Besucher dann wohl etwas zu locker genommen, weshalb es die Polizei Sachsen für angemessen hielt, Besucher und Cosplayer zu sensibilisieren: "Am Wochenende findet auf der Leipziger Messe die DreamHack statt. Wir bitten alle Besucher, zu deren Kostüm Waffen gehören, darum, sensibel damit in der Öffentlichkeit umzugehen. Es kam bereits zu Missverständnissen. Wir wünschen allen eine schöne Messe!" Auf Nachfrage, was man unter "sensibel" verstehen kann, führte die Polizei aus: "Es bedeutet, dass man die Waffenattrappen erst auf der Messe und nicht schon in der Innenstadt/im Hotel/in der Bahn etc. sichtbar führt. So vermeidet man Missverständnisse und ggf. sogar Polizeieinsätze."

Die Polizei möchte somit präventiv verhindern, dass Menschen verängstig werden und die Gegenstände für echte Waffen halten. "Unsere Kollegen werden alarmiert und unter Umständen drohen Konsequenzen, wenn es sich um Anscheinswaffen nach dem Waffengesetz handelt."

Nicole Lange