Bundesliga

Schalke 04 - Trainer Wagner voller Vorfreude auf das Bayern-Spiel

Schalker Trainer voller Vorfreude auf das Bayern-Spiel

Wagner: "Es wäre Schwachsinn, etwas anders zu machen"

David Wagner

Mit Aggressivität, Kampfgeist und Mut gegen die Bayern: Schalke-Trainer David Wagner. picture alliance

Die Pressekonferenz am Freitag schien nach knapp zehn Minuten schon fast beendet, ehe sich doch noch ein Journalist traute und die Frage nach Alexander Nübel stellte. Der Schalker Schlussmann kann zwar am Samstag aufgrund seiner Rot-Sperre nicht auf seinen künftigen Klub treffen, Thema allerdings sind er und sein Wechsel natürlich dennoch.

Und so ging es mit mehreren Fragen zum Schalker Schlussmann in die Verlängerung - ohne, dass David Wagner sich aus der Reserve locken ließ. Wie es mit Nübel, der seine Sperre am Samstag abgesessen hat, und seinem Vertreter Markus Schubert weitergehen werde, werde die kommende Wochen zeigen. Entscheidungen zu treffen, mitunter auch schwere, das sei "tägliches Business": "Wir machen das permanent und immer. Im Sturm, in der Innenverteidigung, im Mittelfeld. Das ist für mich kein Problem."

Wichtiger war dem Schalker Fußballlehrer erkennbar, wie seine Mannschaft in München auftreten wird. Zwar verzichtete Wagner auf eine Kampfansage und stapelte verbal bewusst tief, als er sagte, ein Sieg wäre "der Wahnsinn". Unterschätzen allerdings sollte man sie Schalker Ambitionen im Duell mit dem Rekordmeister deshalb nicht. Wagner möchte von seiner Truppe, die aktuell nur drei Zähler hinter dem FC Bayern liegt, sein präferiertes Spiel sehen. Und das ist bekanntlich von Aggressivität, Kampfgeist und Mut geprägt.

"Wir haben Lust auf dieses Spiel"

"Es wäre in meinen Augen Schwachsinn, wenn wir unsere Art, Fußball spielen zu wollen, jetzt aufgeben und anfangen würden, etwas anders zu machen", sagte der Schalker Coach. Es gehe allenfalls um Details: "Pressinglinien verschieben sich, auch Räume verschieben sich je nach Gegner. Prinzipiell aber wollen wir es so handhaben, wie wir es zuletzt auch gehandhabt haben." Schalke sei zwar Außenseiter in München (Wagner: "Die Bayern sind wieder richtig gut drauf, Hansi macht da einen tollen Job"), aber "wir haben Lust auf dieses Spiel und wollen dort guten Fußball spielen".

Todibo steht als Alternative bereit

Personell stehen ihm dazu fast alle Mittel zur Verfügung - von den Langzeitverletzten und dem gesperrten Nübel einmal abgesehen. Fragezeichen stehen einzig hinter Weston McKennie, der überraschend bereits die ganze Trainingswoche absolvieren konnte, und Benito Raman, dessen Rachenwegsinfekt in dieser Woche mit Antibiotika behandelt werden musste. "Es kann sein, dass er das Abschlusstraining mitmacht", sagte Wagner, "und dann müssen wir schauen, zu was es bei ihm langt." Bei Ozan Kabak, der aufgrund von Rückenbeschwerden Mittwoch und Donnerstag kürzertreten musste, sieht der Schalker Trainer "kein größeres Problem". Als mögliche Alternativen stünde Winter-Neuzugang Jean-Clair Todibo bereit.

Matthias Dersch

kicker.tv - Topspiel

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