Eishockey

Spitzenquartett: Berlin übertrumpft den König, Straubing den Buben

DEL, 40. Spieltag

Spitzenquartett: Berlin übertrumpft den König, Straubing den Buben

Eisbären Berlin

Besiegten den Spitzenreiter zum zweiten Mal: die Eisbären Berlin. imago images

Reichel mit den goldenen Händen

Im letzten direkten Duell der Hauptrunde setzten sich die Eisbären Berlin mit 3:2 n.P. beim EHC Red Bull München durch und egalisierten dadurch die Saisonbilanz gegen den DEL-Spitzenreiter (zwei Siege, zwei Niederlagen). Der Hauptstadtklub ging durch die Treffer von Eisbären-Topscorer Marcel Noebels (9.) und Maxim Lapierre (35.) zweimal im Laufe des Spiels in Führung, doch die Mannschaft von Don Jackson hatte stets die richtige Antwort parat.

Zunächst egalisierte der gut aufgelegte Yasin Ehliz (fünf Tore in drei Spielen), dann nutzte Frank Mauer einen Fehler von Ryan McKiernan zum Ausgleich in Unterzahl (47.). Somit durfte sich Youngster Lukas Reichel ein weiteres Mal in seiner Paradedisziplin, dem Penaltyschießen, beweisen, verwandelte als einziger Schütze und avancierte dadurch zum Matchwinner. Berlin, das ohne Cheftrainer Serge Aubin anreiste (Trauerfall in der Familie), fuhr den dritten Sieg in Serie ein und verteidigte dadurch den vierten Tabellenplatz.

Straubing explodiert im zweiten Drittel

Die Straubing Tigers erwischten keinen guten Start gegen hochmotivierte Mannheimer, lagen zur ersten Drittelpause mit 0:2 zurück. Im Mittelabschnitt wurde es dann verrückt: Die Gastgeber egalisierten binnen neun Minuten, mussten wenig später aber den nächsten Gegentreffer hinnehmen. Nur 17 Sekunden darauf schlugen die Niederbayern mit einem 14-Sekunden-Doppelpack zurück und gingen dadurch zum ersten Mal im Spitzenspiel in Führung. Allerdings gelang dem amtierenden Meister kurz vor der Schlusssirene noch der Ausgleich - es ging um den Extrapunkt. Im Shootout erzielte Jeremy Williams den entscheidenden Treffer und fügte den Adler Mannheim die erste Niederlage im Kalenderjahr 2020 zu.

Kein Weg an Roy vorbei

Die Augsburger Panther setzten sich dank der Treffer von Scott Kosmachuk und Jaroslav Hafenrichter sowie eines überragenden Olivier Roy mit 2:0 gegen die Düsseldorfer EG durch und schoben sich über den Strich. Augsburgs Goalie Roy parierte alle 38 auf sein Tor abgefeuerten Schüsse und feierte seinen zweiten Shutout der Saison.

Tore für alle

Die Fischtown Pinguins Bremerhaven taten sich bei Schlusslicht Schwenningen lange sehr schwer, zogen aber durch drei Torerfolge im Schlussabschnitt uneinholbar davon und entführten dadurch die drei Punkte aus dem Schwarzwald. Trotz der Vielzahl an Toren gab es keinen Doppelpacker: Alle zehn Treffer wurden von unterschiedlichen Spielern erzielt. Bremerhaven pirscht sich durch den Erfolg bei den Wild Wings an die Eisbären Berlin heran und lauert auf Rang vier, während Schwenningen das Thema Play-offs allmählich abhaken kann.

Rech mit der Schlusssirene - Ingolstadts ungewolltes Déjà-vu

Die Grizzlys Wolfsburg standen am Seilersee bis kurz vor Ende der Partie mit dem Rücken zur Wand, fuhren aber trotzdem die volle Punkteausbeute ein. Die Autostädter egalisierten einen 0:2-Rückstand schließlich in der 57. Minute. Nur eine Sekunde vor Ablauf der regulären Spielzeit netzte Anthony Rech in Überzahl ein und traf mitten ins Herz der Iserlohn Roosters, deren Play-off-Hoffnungen zunehmend schwinden.

Die Krefeld Pinguine standen dem ERC Ingolstadt bereits fünf Tage nach dem Gastspiel in Bayern wieder gegenüber und entschieden die Partie erneut mit 4:1 für sich. Großen Anteil am Sieg hatte Vincent Sponari, der zwei Tore erzielte und ein weiteres vorbereitete.

phb