2. Bundesliga

Wegen reduzierter Strafen: DFB-Kontrollausschuss legt Berufung ein

Nach Pyro-Vorfällen beim Hamburger Derby

Wegen reduzierter Strafen: DFB-Kontrollausschuss legt Berufung ein

Im Hamburger Derby kam es zu unschönen Szenen.

Im Hamburger Derby kam es zu unschönen Szenen. imago images

"Unserer Meinung nach sind die ausgesprochenen Geldstrafen zu gering für die Vorkommnisse im Stadion. Deshalb haben wir fristgerecht Berufung zum DFB-Bundesgericht eingelegt und warten nun die schriftlichen Urteilsbegründungen des DFB-Sportgerichts ab", sagte Anton Nachreiner, der Vorsitzende des Kontrollausschusses.

Die Strafe des HSV wurde am 17. Januar von 200.000 auf 140.000 Euro und bei St. Pauli von 120.000 auf 90.000 Euro reduziert. "Die Zeugen haben allesamt gesagt, es war bei weitem nicht so schlimm wie befürchtet und wie das Vorgängerspiel im März. Das hatte auch Auswirkungen auf das Urteil", sagte Richter Hans E. Lorenz in der Urteilsbegründung. Nachrainer hatte bereits im Einzelrichterverfahren 200.000 Euro für den HSV und 120.000 Euro für St. Pauli gefordert und blieb dabei auch bei der mündlichen Verhandlung.

Unmittelbar vor Beginn der zweiten Halbzeit des Derbys am Millerntor (2:0 für den FC St. Pauli) vom 16. September hatten HSV-Fans nach DFB-Angaben 35 Bengalische Feuer, mindestens 20 Blinker, 21 Feuerwerkskörper und fünf Knallkörper gezündet. St.-Pauli-Zuschauer setzten eine Rauchbombe, 20 Bengalische Feuer und mindestens 20 Blinker ab. Wegen des Rauchs konnte das Spiel erst mit knapp fünf Minuten Verspätung wieder angepfiffen werden.

mst/dpa