Basketball

NBA: Zion Williamson erzielt beim Debüt 17 Punkte am Stück

NBA am Mittwoch: Schröder überragt für OKC

MVP-Rufe beim Debüt: Zions furioses Schlussviertel

Zion Williamson

Fügte sich gleich gut ein: Zion Williamson feierte am Mittwoch sein NBA-Debüt. Getty Images

New Orleans Pelicans - San Antonio Spurs 117:121

In der Preseason hatte er schon erahnen lassen, was für eine Naturgewalt die NBA da erreicht. Im College sowieso. Dann aber musste Zion Williamson vor dem Start der Regular Season am Knie operiert werden und drei Monate auf sein Debüt für die New Orleans Pelicans warten. Am Mittwoch war es im Heimspiel gegen die San Antonio Spurs soweit - und mit drei Vierteln Anlauf wurde es tatsächlich zur Show des Rookies.

In den letzten zwölf Minuten, als die Pels noch mit acht Punkten hinten gelegen hatten (91:99), drehte Zion auf und erzielte 17 Punkte am Stück (4/4 Dreier). Das Publikum im Smoothie King Center war vollkommen außer sich und rief lautstark "MVP", dummerweise machten die Gäste bei der Willkommensparty nicht mit, da LaMarcus Aldridge (32 Punkte/14 Rebounds/2 Assists), DeMar DeRozan (20/5/1) offensiv treffsicher blieben. So kassierte New Orleans am Ende (117:121) nach drei Siegen aus den vergangenen vier Spielen wieder eine Pleite. Die Spurs haben sich derweil den achten Platz in der Western Conference von den Memphis Grizzlies geschnappt.

Toronto Raptors - Philadelphia 76ers 107:95

Den mittlerweile fünften Erfolg in Reihe verbuchte der amtierende Meister. Die Toronto Raptors (30:14) hielten im Duell zweier ambitionierter Eastern-Teams die Philadelphia 76ers mit 107:95 in Schach. Pascal Siakam mit einem Double-Double (18/15) und Fred VanVleet mit 22 Zählern hießen zwei Stützen bei den Kanadiern, die insgesamt sechs Spieler im zweistelligen Punktebereich hatten. Philly (29:17), das Mitte des dritten Viertels noch mit zehn Punkten führte, verlor Guard Josh Richardson im ersten Viertel mit einer Oberschenkelverletzung. "Er ist sehr wichtig in der Defense und in der Offense, wir werden ihn vermissen", sagte Richardsons Backcourt-Kollege Ben Simmons. Richardson hatte in sieben der vergangenen acht Spiele 15 oder mehr Punkte erzielt.

Orlando Magic - Oklahoma City Thunder 114:120

Dennis Schröder drückte dem Auswärtssieg der Thunder in Orlando mit einer Galavorstellung den Stempel auf. Der Braunschweiger kam wie immer von der Bank ins Spiel, machte 13 seiner 18 Würfe für insgesamt 31 Punkte und verteilte zudem noch neun Assists! Insbesondere, wenn OKC mit seinen drei Guards Schröder, Chris Paul (19, sechs Vorlagen) und Shai Gilgeous-Alexander (18, zwölf Rebounds) auf dem Court stand, sahen die Magic alt aus. "Wir haben drei Guards, die Entscheidungen treffen können und gefährlich sind. Mit diesem Lineup haben wir große Räume, egal, wer den Ball hat", beschrieb Schröder das Erfolgsrezept seiner Mannschaft, die nach dem dritten Sieg in Serie bei 26:19 steht und als Siebter im Westen sogar weiter nach oben schielen darf.

Boston Celtics - Memphis Grizzlies 119:95

Für das aufstrebende Team der Grizzlies gab es in Boston nichts zu holen. Rookie-Sensation Ja Morant erlebte seinen vielleicht schlechtesten Abend (nur zwei Punkte), während auf Celtics-Seite gleich sechs Spieler zweistellig punkteten. Besonders auffällig: Daniel Theis als zweitbester Scorer der Kelten (14/4/2, dazu zwei Steals und drei Blocks). Für Boston war es der 18. Heimsieg, gleichbedeutend mit dem vierten Platz im Osten. Memphis ist im Westen aus den Play-off-Rängen gerutscht.

Houston Rockets - Denver Nuggets 121:105

Ein bisschen Wiedergutmachung konnten die Houston Rockets im Heimspiel gegen die Denver Nuggets betreiben. Nach dem Schlussviertel-Kollaps im vergangenen Duell in Oklahoma City ließen sich die Texaner diesmal auch nicht von einem Triple-Double von Nuggets-Big-Man Nikola Jokic (19/12/10) beeinflussen. Russell Westbrook traf zwar nur elf seiner 25 Würfe, avancierte mit 28 Punkten (16 Rebounds, acht Assists) aber dennoch vor James Harden (27/5/5) zum Topscorer.

aho/mkr