Bundesliga

Leipzigs Hannes Wolf strebt nach einer Ausleihe

Zu wenig Spielpraxis in Leipzig

Hannes Wolf strebt nach einer Ausleihe

Der Leipziger Hannes Wolf

Noch mittendrin: Der Leipziger Hannes Wolf. imago images

Die öffentliche Trainingseinheit am Dienstag absolvierte Hannes Wolf quicklebendig und ohne erkennbare Probleme am rechten Sprunggelenk - und auch am Mittwoch meldete sich der Österreicher beschwerdefrei zum Dienstbeginn. Wolf widerlegte damit die zu Wochenbeginn aufgetauchten Meldungen, eine nach dem Knöchelbruch im Sommer eingesetzte Platte bereite ihm erneut Beschwerden. "Meldungen von einer erneuten Verletzung sind falsch", sagt Wolf und betont: "Bei meinem Knöchel ist alles gut. Ich musste, seit ich zurück bin, noch kein Training abbrechen und bin fit. Die Platte stabilisiert meinen Knöchel zusätzlich."

Meldungen von einer erneuten Verletzung sind falsch.

Hannes Wolf

Seit rund drei Monaten ist der 20-jährige Flügelspieler bei RB Leipzig wieder im Mannschaftstraining, in den Spielen gegen Hoffenheim (7.12./3:1) und Düsseldorf (14.12./3:0) wechselte Trainer Julian Nagelsmann den für zwölf Millionen Euro aus Salzburg geholten Offensivspieler jeweils in den Schlussminuten ein. Dass er danach gegen Dortmund und Augsburg wie auch zum Rückrundenstart gegen Union Berlin als Reservist ohne Einsatz blieb, gibt Wolf zu denken. Er fürchtet, dass er angesichts der Konkurrenzsituation in Leipzig mit den vor ihm stehenden Marcel Sabitzer, Emil Forsberg und Christopher Nkunku nicht die gewünschte Spielpraxis erhält, um sich für Österreichs EM-Kader empfehlen zu können.

Die Situation im offensiven Mittelfeld der Leipziger würde sich gar noch verschärfen, wenn die Bestrebungen um den spanischen U-21-Europameister Dani Olmo von Dinamo Zagreb zum Erfolg führen würden.

Auch Lookman und Mateus Cunha sind Wechselkandidaten

Deshalb strebt Wolf nach einer Ausleihe, er möchte in den kommenden Monaten an anderer Stelle eine gewichtigere Rolle spielen, als er derzeit in Leipzig in Aussicht hat. Sportdirektor Markus Krösche weiß um das Anliegen des Österreichers, das Problem ist allerdings: Auch die Offensivspieler Mateus Cunha, mit dem sich Hertha BSC beschäftigt, und der mit Newcastle United in Verbindung gebrachte Ademola Lookman wollen RB noch in diesem Winter verlassen, weil sie mit ihren Reservistenrollen nicht zufrieden sind. Alle drei Spieler wird Krösche nicht ziehen lassen können.

Oliver Hartmann

Alle Winter-Neuzugänge der Bundesligisten