NFL

Aaron Rodgers gibt nicht auf: "Das Titelfenster ist offen"

Quarterback der Green Bay Packers blickt schon optimistisch voraus

Aaron Rodgers gibt nicht auf: "Das Titelfenster ist für uns weiter offen"

Aaron Rodgers ist Quarterback der Green Bay Packers.

Enttäuschung nach der Niederlage in San Francisco - und versprühter Optimismus Richtung 2020: Aaron Rodgers. imago images

Ein klein wenig scheinen Play-off-Spiele für Star-Quarterback Aaron Rodgers nach seinem Super-Bowl-Sieg aus der Saison 2010/11 (31:25 gegen die Pittsburgh Steelers) verhext zu sein. Denn sieht es insgesamt für den seit 2005 in der Liga befindlichen und seit 2008 als Starter eingesetzten "Gunslinger" der Green Bay Packers in den NFL-Endrunden mit elf Siegen bei nur acht Niederlagen ordentlich aus, sind nach seinem 2011er Titel nur noch sechs Erfolgserlebnisse gefolgt (sieben Pleiten).

Doch nicht nur das: Das jüngste, deutliche 20:37 bei den San Francisco 49ers bedeutete bereits die dritte Play-off-Niederlage gegen die Niners für den gebürtigen Kalifornier wie auch die schon dritte NFC-Conference-Championship-Pleite in Folge. Dazu kommt, dass seine acht Endrundenniederlagen wie folgt aussehen: Fünfmal war eine schwache Defense für das Aus in den Play-offs hauptverantwortlich (45, 37, 45, 44 und 37 kassierte Punkte). Dreimal schied "The Pack" dagegen nach späten, starken Rodgers-Drives in Richtung Unentschieden noch aus, weil der Gegner im Anschluss Green Bay nach weiteren Punkten gar nicht mehr an den Ball kommen ließ. Es war und ist wie so oft im Football: Vieles hängt auch immer an glücklichen Umständen - und ist eben in der Vergangenheit öfter mal gegen Rodgers gelaufen.

Rodgers freut sich "auf die Zukunft"

Und so stellt sich aktuell einmal mehr die gleiche Frage, die sich auch beim einmaligen Super-Bowl-Sieger Drew Brees (40) von den New Orleans Saints stellt: Schafft es der allseits gelobte Quarterback der Packers, der in seiner Karriere in 181 Regular-Season-Spielen auf 46.946 Yards und 364 Touchdowns bei nur 84 Interceptions kommt, noch einmal ganz nach oben? Zumal Rodgers in jüngerer Vergangenheit schon übers Karriereende gesprochen hat.

Abgeschlossen mit der Jagd nach seinem zweiten großen Titel hat "A-Rod" aber noch lange nicht, er habe noch ein paar gute Jahre im Tank - und ergänzt: "Das Titelfenster ist für uns weiter offen. Und ich denke, wir werden als Team bald auf der richtigen Seite des Fensters stehen." Denn die Jagd nach Erfolg sei schließlich "das Interessante bei alldem. Es macht das Gefühl, nach dem Großen zu streben, zwar nicht leichter - aber dennoch freuen wir uns auf die Zukunft."

Rodgers und sein Plan für die Zukunft

Aaron Rodgers ist seit 2005 Teil der Green Bay Packers.

Verließ ein Play-off-Spiel gegen die San Francisco 49ers abermals als Verlierer: Packers-Quarterback Aaron Rodgers. imago images

Angesprochen auf seinen Play-off-Fluch inklusive den beiden Pleiten in San Francisco in dieser Saison (8:37 und 20:37 bei einem zusammengerechneten Halbzeitstand von 0:50), sagt Rodgers noch: "Das sieht natürlich schon gewaltig aus. Sie haben uns ein paarmal hart erwischt. Trotzdem denke ich, dass der Unterschied zu ihnen nicht allzu groß war. Wir sind schon nah dran, mit solchen Teams mithalten zu können. Und ich habe es schon im Vorfeld angemerkt: Wir müssen es in Zukunft schaffen, eines dieser Spiele zu Hause zu haben. Dann wird es ein ganz anderes Spiel. Es macht schon einen Unterschied, bei kalten Temperaturen und Schnee zu spielen."

Nun gelte es in der kommenden Offseason eben, aus der Niederlage in San Francisco die richtigen Schlüsse zu ziehen und das Team mit Veränderungen an den notwendigen Stellschauben (Laufverteidigung? Wide Receiver?) noch weiter zu verbessern. Mit der Verpflichtung von Head Coach Matt LaFleur, der Green Bay in seinem ersten Jahr direkt zu einer starken 13:3-Bilanz sowie inklusive Bye-Week bis ins NFC-Finale geführt hat, seien ja die Weichen bereits auf Erfolg gestellt worden. Rodgers ergänzt: "Natürlich fühlt es sich hart an, hier gescheitert zu sein - speziell für mich in diesem fortgeschrittenen Karrierestadium. Und gerade weil man weiß, wie schwer es ist, so weit zu kommen - und weil sich diese Saison mit all den Umstellungen von Beginn an so besonders angefühlt hat." Doch nun sei das eben abgehakt und die Vorbereitungen auf 2020 laufen - mit Trainer LaFleur, mit einem jungen, hungrigen Team und natürlich mit dem noch nicht satten Aaron Rodgers.

mag

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