Wintersport

Zu wenig Training: Maiers verbale Watschn für Rebensburg

Alpinchef ist verärgert

Zu wenig Training: Maiers verbale Watschn für Rebensburg

Viktoria Rebensburg

Der Alpinchef wirft ihr mangelnde Trainingsintensität vor: Viktoria Rebensburg. imago images

Saisonübergreifend seit sechs Rennen wartet Rebensburg auf eine Podestfahrt - eine so lange Durststrecke hatte sie seit ihrem ersten "Stockerl" vor zehn Jahren noch nie. Der Grund ist laut Maier denkbar einfach: Sie trainiere schlicht zu wenig. "Mit dem derzeitigen Aufwand ist das Leistungsniveau auf dem Podium nicht mehr zu halten", sagt der Alpindirektor des Deutschen Skiverbandes im Gespräch mit dem SID, "sie muss Trainingsinhalt und -Umfang intensivieren."

Rebensburg galt früh als großes Versprechen. Schon mit 17 debütierte sie im Weltcup und fuhr ihre erste WM, mit 20 war sie Olympiasiegerin. "Sie hat ihr Potenzial über die Jahre aufgrund ihres unsagbaren Talents abgerufen, aber die Weltspitze gleicht das jetzt mit konsequenter Arbeit aus", sagt Maier. Die slowakische Weltmeisterin Petra Vlhova etwa bestreitet Insidern zufolge zwischen zehn und zwölf intensive Trainingsläufe täglich - Rebensburg soll sich oft genug mit vier begnügen.

Im Rennen fehlt ihr dann mitunter die nötige Brutalität. "Zu brav" sei sie gefahren, gab sie zuletzt nach Rang sieben in Sestriere zu. Dennoch sehe sie sich grundsätzlich auf dem richtigen Weg.

Maier widerspricht. "Der DSV steht definitiv auf ihrer Seite", sagt er, "aber es müssen nachhaltige Veränderungen eingezogen werden." Er, die Trainer, der ganze Verband sei überzeugt: "Sie kann immer noch Rennen gewinnen. Aber in der derzeitigen Verfassung wird das zur Ausnahme."

cfl/sid