Bundesliga

SC Paderborn: Steffen Baumgart kritisiert Schiedsrichter scharf

Paderborns Trainer fordert Respekt von den Unparteiischen

Baumgart kritisiert Schiedsrichter deutlich: "Nicht immer für die Großen"

Paderborns Trainer Steffen Baumgart hadert mit dem Schiedsrichter

Er ärgerte sich nach dem 1:4 gegen Leverkusen über den Schiedsrichter: Paderborns Trainer Steffen Baumgart. imago images

Die erste Hälfte hatte Paderborn kaum einen Auftrag gegen offensivfreudige, effiziente Leverkusener, die einen 3:0-Vorsprung mit in die Kabine nahmen. Nach dem Seitenwechsel agierten die Ostwestfalen aber wie ausgewechselt und schnupperten an einem beeindruckenden Comeback. Der Mannschaft von Trainer Baumgart mangelte es allerdings an Kaltschnäuzigkeit. So stand nach 92 Minuten eine nicht unverdiente 1:4-Niederlage.

Mehr als die Pleite ärgerte den Paderborner Coach allerdings die Leistung des Unparteiischen. Siebert, seit 2007 DFB-Schiedsrichter, habe für den Geschmack des 48-Jährigen "zu einseitig" gepfiffen. Als Beispiel nannte er den Freistoß vor dem 2:0 der Leverkusener. "Der Freistoß geht in Ordnung, aber der wird halt nur auf einer Seite gepfiffen", erklärte Baumgart am "Sky"-Mikrofon.

Darüber hinaus hätten seine Spieler immer wieder Gelbe Karten bekommen, "aber Leverkusen wurde für gleiche Fouls sechsmal nur ermahnt". Freilich habe das "nichts mit der Niederlage zu tun", da Bayer "in allen Belangen uns überlegen" gewesen sei - doch Baumgart ging es um eine größere Sache.

Ich muss ganz ehrlich sagen, wir reden immer von Respekt. Dann muss der Respekt zu beiden Seiten gehen.

Steffen Baumgart

Eine Viertelstunde vor Schluss platzte ihm am Seitenrand der Kragen, er schimpfte heftig in Richtung Siebert. "Ich dachte, er gibt uns Gelb - dann will ich auch noch eine haben", begann Baumgart seine Ausführungen: "Ich muss ganz ehrlich sagen, wir reden immer von Respekt. Dann muss der Respekt zu beiden Seiten gehen." Siebert habe hingegen "sehr einseitig in den richtigen Momenten" entschieden.

Und, so Baumgart: "Das ist uns nicht das erste Mal passiert. Das passiert uns immer wieder. Ich habe auch keine Lust mehr, da meinen Mund zu halten." Er und seine Spieler müssten sich immer anhören, wie emotional sie seien. "Aber dann sollte man schon die Regeln für alle einhalten", forderte der gebürtige Rostocker.

"Nicht weil ich mir das wünsche, sondern..."

Siebert habe die Chance gehabt, die Gelben Karten "vorher gleichmäßig zu verteilen". "Die Möglichkeit war da", betonte Baumgart: "Nicht weil ich mir das wünsche, sondern weil die Fouls dementsprechend waren." Sein grundsätzlicher Appell: "Wir als kleiner Verein haben von den Schiedsrichtern auch Respekt verdient - nicht immer für die Großen."

Abschließend betonte Baumgart allerdings auch noch einmal, dass die Niederlage "an uns und einer starken Leistung von Leverkusen und nicht am Schiedsrichter" gelegen habe. Paderborns Trainer sah genügend Ansatzpunkte für die kommende Trainingswoche vor dem schweren Auswärtsspiel beim SC Freiburg am nächsten Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker).

msc

Bilder zur Partie SC Paderborn 07 - Bayer 04 Leverkusen