Handball

Norwegen schnuppert am Halbfinale - zweites Ticket hart umkämpft

Handball-EM, 5. Spieltag: Island lässt Portugal abblitzen

Norwegen schnuppert am Halbfinale - zweites Ticket hart umkämpft

Schwedens Trainer Kristijan Andresson

Herausragende Akteure: Sander Sagosen und Keeper Torbjörn Bergerud. imago images

Die Norweger zeigten sich vom Heimvorteil der Schweden nicht sonderlich beeindruckt. Nicht ein einziges Mal schafften es die Schweden, in Führung zu gehen, 12:8 stand es zur Pause für die Norweger. In der 34. Minute lag das Team von Trainer Christian Berge sogar mit 15:9 vorne.

Die Blau-Gelben warfen nochmal alles in die Waagschale, kamen gleich mehrmals auf drei Tore heran. Beim Stand von 22:19 (55.) nahm Berge eine Auszeit, doch Kim Ekdahl du Rietz verkürzte den Abstand auf zwei Treffer. Norwegens Keeper Torbjörn Bergerud verhinderte jedoch in der 59. Minute mit einer Dreifachparade, dass der Vorsprung weiter schmolz. Der Treffer zum 21:22 sollte nicht mehr gelingen, da ein Stemmwurf von du Rietz am Tor vorbeiflog. Sagosen machte mit seinem achten Treffer alles klar, Endstand: 23:20. Während die Norweger aus den ausstehenden zwei Spielen nur noch einen Zähler benötigen, um sicher die Vorschlussrunde zu erreichen, sind die Schweden als Letzter mit 0:6 Punkten aus dem Medaillenrennen.

Ungarn schlägt Slowenien - Rückschlag für Portugal

Zuvor hatte Slowenien die erste Niederlage bei dieser EM kassiert und dadurch einen großen Schritt in Richtung Halbfinale verpasst. Die Mannschaft des ehemaligen Bundesliga-Trainers Ljubomir Vranjes verlor am Sonntag in Malmö ihr zweites Hauptrundenspiel mit 28:29 (16:13) gegen Ungarn, beide Teams haben nun vier Zähler. Die Ungarn, die in der 57. Minute noch mit 28:25 deutlich vorne gelegen hatten, dürfen damit auch dank der neun Tore von Bence Banhidi ebenfalls noch auf das Halbfinale hoffen. Für die Slowenen war Jure Dolenec mit acht Treffern bester Werfer.

Auch Überraschungsmannschaft Portugal ließ eine dicke Chance liegen. Im ersten Spiel des Tages setzten sich die Isländer mit 28:25 (14:12) durch, beide Teams haben nun zwei Punkte auf dem Konto. In der Schlussphase leisteten sich die Portugiesen einige Unachtsamkeiten, Island nutzte das abgezockt. Gudjon Valur Sigurdsson eroberte einen wichtigen Ball in der Defensive, dem 40-Jährigen war auch der letzte Treffer der Partie vorbehalten. Erfolgreichster Werfer Islands war Janus Smarason mit acht Treffern. Bei den Portugiesen waren Antonio Areia und Miguel Martins mit je vier Toren am treffsichersten.

dpa/las

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