Bundesliga

FC Bayern: Trainer Hansi Flick und die Chancen für junge Spieler

Neuzugänge? Bayern wolle "nichts Verrücktes" machen

Flick und die Chancen für junge Spieler

Hansi Flick

Hansi Flick will keinen Panik-Einkauf tätigen. imago images

Die extrem angespannte Personallage in München hat sich nun ein wenig entspannt. Robert Lewandowski ist nach seiner Leisten-OP zurück, wenn auch noch nicht ganz, aber "nahezu bei 100 Prozent", wie Trainer Hansi Flick sagt. Und Serge Gnabry, hatte im Trainingslager mit Achillessehnenproblemen zu kämpfen, könne zumindest mit nach Berlin reisen. Ein Startelf-Einsatz des Flügelstürmers kommt aber wohl noch zu früh.

Trotzdem ist damit die Offensive des Rekordmeisters - bis auf Kingsley Coman - wieder vollzählig. Sorgen bereitet eher die Defensive. Mit Jerome Boateng steht nur ein gelernter Innenverteidiger zur Verfügung. "Ausreden aber gibt es keine", betont der Chef-Coach. Sein Team sei, obwohl den Bayern ein Neuzugang guttun würde, mit ausreichend Qualität bestückt. "Es liegt einfach an uns", so Flick.

Der 54-Jährige habe in den vergangenen Tagen "ein sehr gutes Gespräch mit Hasan Salihamidzic gehabt", verrät er. Und da seien die beiden klar einer Meinung: Sollte ein Neuer zum FCB hinzustoßen, dann nur, wenn er sofort weiterhilft. Einen Panik-Einkauf zu tätigen beziehungsweise etwas "Verrücktes zu machen", sei nicht Sinn und Zweck.

Das ist eine Situation, wo Geschichte geschrieben wird.

Trainer Hansi Flick

Immerhin habe der FC Bayern einige Youngster, für die die momentane Lage eine Chance sein könnte - wie bei Joshua Zirkzee vor der Winterpause beispielsweise. "Das ist eine Situation, wo Geschichte geschrieben wird", erklärt Flick. Der 19-jährige Angreifer nutzte seine Möglichkeit, um auf sich aufmerksam zu machen. Alphonso Davies konnte auch nachweisen, dass er bei den Profis bestehen und der A-Mannschaft des FCB weiterhelfen kann. Jetzt sind die nächsten gefordert.

Cuisance als Kimmich-Vertreter?

In Berlin muss auch Joshua Kimmich gelbgesperrt pausieren. Damit wird ein Platz im zentralen Mittelfeld frei. Michael Cuisance bietet sich für diese Position an. Er habe sich in der Wintervorbereitung entwickelt, lobt Flick. Im Trainingslager aber war auch zu sehen, dass der Ex-Mönchengladbacher noch ein paar Probleme mit dem hohen Tempo hatte, ihm noch technische Fehler und unpräzise Pässe unterlaufen. Trotzdem könnte er bald, gerade angesichts der engen Personaldecke, die Chance auf Einsatzminuten bekommen. Dann liegt es an ihm, ob er sich für weitere Aufgaben empfehlen kann.

Georg Holzner

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