Bundesliga

Lizenz-Debatte: Preetz und der dezente Hinweis an den DFB

Für Klinsmann wäre ein Punkt gegen Bayern "sehr gut"

Lizenz-Debatte: Preetz und der dezente Hinweis an den DFB

Hätte die Lizenzdebatte gerne bis zum Sonntag geklärt: Herthas Geschäftsführer Sport, Michael Preetz.

Hätte die Lizenzdebatte gerne bis zum Sonntag geklärt: Herthas Geschäftsführer Sport, Michael Preetz. picture-alliance

Auch am Freitag während der Spieltagspressekonferenz der Berliner vor dem Rückrunden-Auftakt gegen den FC Bayern gab es kein klärendes Zeichen in der Frage, ob Klinsmann alle erforderlichen Unterlagen beibringen konnte, um den Statuten der DFL und des DFB gemäß als rechtmäßiger Cheftrainer der Hertha auf der Bank zu sitzen. "Alexander Nouri und Markus Feldhoff haben die Fußballlehrer-Lizenzen, die praktische Umsetzung ist also kein Problem", antwortete Klinsmann auf die Frage nach dem Stand der Dinge in Sachen gültiger, aufgefrischter Trainerlizenz.

Lizenz? "Alles am Laufen. Alles kein Problem"

In der Vorbereitung auf die Partie mit seinem früheren Arbeitgeber als Spieler und Trainer habe ihn "das in keinster Weise gestört. Ich reiche nun die Dinge nach, die sie brauchen und dann wird die Lizenz neu ausgestellt. Das ist alles am Laufen", so Klinsmann, der noch nachschob, dass das Thema "medial natürlich eine nette Geschichte ist". Nett war dann auch noch die Konkretisierung Klinsmanns, dass er viele Dinge an den DFB geschickt habe, die er "in seinem Laptop habe und das müsste eigentlich schon ausreichen".

Michael Preetz, der Geschäftsführer Sport beim Hauptstadtklub, stellte klar, dass sich Hertha "im Austausch mit DFL und DFB" befinde. Es gehe darum, die "Dinge zusammen zu sammeln und zusammen zu sortieren", sagte der frühere Stürmer und schob dann in Richtung DFB hinterher. "Wie es so ist in einem größeren Verband, dauert das seine Zeit. Es muss alles ordentlich gemacht werden. Aber wir sind zuversichtlich, dass dies bis zum Spiel am Sonntag geklärt ist."

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Sollte es nicht bis zum Sonntag geklärt sein, dann wäre es zumindest für Klinsmann auch kein Problem, denn: "Der DFB macht dies auf seine Art und das geht eben nicht von einem Tag auf den anderen. Wenn es morgen oder übermorgen erledigt ist, schön. Wenn nicht, dann eben nächste Woche - das ist gar kein Problem."

Herthas schlechte Rückrunden als Omen? "Wir machen das Gegenteil"

Klinsmanns sportlich größte Baustelle ist trotz der "wirklick hervorragenden Stimmung im Team" weiterhin die prekäre Tabellensituation. 19 Zähler holten die Herthaner in der Hinrunde - bedenkt man, dass die Berliner in den vergangenen sechs Spielzeiten stets eine schlechtere Rückrunde folgen ließen, sollte man den Klassenverbleib keineswegs als Selbstläufer erachten. "Wir machen jetzt eben das Gegenteil", kontert Klinsmann die statistischen Fakten und unterstreicht deshalb gebetsmühlenartig, dass "wir jeden Punkt brauchen, um den Abstand nach unten zu vergrößern".

Angesichts des kommenden Gegners wäre der Coach mit einem Zähler gegen den FC Bayern ("Sie haben Weltklassespieler, die dich im Bruchteil einer Sekunde killen können") bereits zufrieden. "Ihr Anspruch ist Meister zu werden, den Europapokal zu holen - da wäre für uns ein Punkt sehr gut."

bst

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