Bundesliga

Union Berlin träumt von einem "Top-Auftritt" in Leipzig

Lichtblicke und Fragezeichen in Köpenick

Union träumt von einem "Top-Auftritt" in Leipzig

Union Berlins Trainer Urs Fischer will Punkte aus Leipzig entführen.

Union Berlins Trainer Urs Fischer will Punkte aus Leipzig entführen. imago images

Über 7000 Anhänger des 1. FC Union Berlin werden am Sonnabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) ihre Mannschaft zum Auswärtsspiel bei RB Leipzig begleiten. Ein Großteil von ihnen wird sich vor dem Anpfiff am traditionellen Protest der Union-Anhänger gegen das ihrer Meinung nach "ungeliebte Konstrukt aus Leipzig" beteiligen. Ab 16.30 Uhr gibt es einen "Trauermarsch" vom Leipziger Hauptbahnhof zum WM-Stadion. Nach Spielbeginn wollen die Gästeanhänger 15 Minuten lang schweigen.

Darauf ist die Mannschaft vorbereitet, auch wenn es ihren Job nicht leichter macht. "Ja, Leipzig ist die beste Mannschaft der Vorrunde. Sie haben fast drei Tore im Schnitt erzielt und nicht viele bekommen. Es wird eine ganz, ganz schwierige Aufgabe. Wir hatten im ersten Spiel schon ein bisschen Anschauungsunterricht, wie es läuft", sagte Trainer Urs Fischer. "Es hat uns sicherlich gut getan. Der Aufgabe stellen wir uns. Auch in Leipzig werden wir versuchen, Punkte mit nach Berlin zu nehmen."

Spielersteckbrief F. Hübner

Hübner Florian

Spielersteckbrief Prömel

Prömel Grischa

Bundesliga - 18. Spieltag
Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
RB Leipzig
40
2
Bayern München
36
3
Bor. Mönchengladbach
35
Trainersteckbrief Fischer

Fischer Urs

Fischer: "Es gibt das eine oder andere Fragezeichen"

Hinsichtlich der Kader-Nominierung gibt es in Köpenick aber mehr Fragezeichen, als Fischer lieb ist. Kapitän Christopher Trimmel erlitt offensichtlich einen Rückschlag. Wie zu Beginn der Vorbereitung erkrankte der Österreicher in dieser Woche noch einmal. Mit Keven Schlotterbeck gesellt sich ein weiterer gesundheitlich angeschlagener Abwehrmann dazu. "Es gibt das eine oder andere Fragezeichen", verriet Fischer.

Eine frische Bauchmuskelverletzung zog sich Sechser Manuel Schmiedebach zu. Er dürfte damit die Gruppe der Ausfälle mit Suleiman Abdullahi (Knieverletzung), Joshua Mees (Oberschenkelverletzung) und Akaki Gogia (Kreuzbandriss) vergrößern.

Vielleicht rückt Hübner ins Aufgebot

Immerhin konnte Fischer auch "Lichtblicke" vermelden. Sechser Grischa Prömel sowie die beiden Innenverteidiger Florian Hübner und Lennard Maloney trainierten wieder voll mit. Wer weiß, vielleicht rückt Hübner wegen der Engpässe in der Verteidigung ins Aufgebot für Leipzig. Zwar bestritt der Routinier im Trainingslager in Campoamor (Spanien) wegen Sprunggelenksproblemen und eines Infekts keines der drei Testspiele. Doch seine Ausfallzeit war nicht allzu groß. Bis Ende Dezember hatte Hübner beim Comeback nach einer Knieverletzung fünf Meisterschaftsspiele in Serie absolviert.

Wer auch immer in Leipzig aufdribbelt, muss zu allem bereit und fähig sein, wenn eine kleine oder große Überraschung gelingen soll. "Es braucht einen Top-Auftritt und einen optimalen Tag von uns. Leipzig muss das eine oder andere misslingen", meinte Fischer zur klaren Außenseiterrolle Unions.

Matthias Koch

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