3. Liga

1860 kassiert bei Weigl und Pongracic ordentlich mit

Transfers der Ex-Löwen sorgen für Millionen-Einnahmen

1860 kassiert bei Weigl und Pongracic ordentlich mit

Planen die Zukunft: Gorenzel und Köllner

Wollen das Geld in die zukünftige Mannschaft investieren: Sportchef Günther Gorenzel (links) und Trainer Michael Köllner imago images

Es ist gerade mal eine Woche her, da verkündeten die Löwen stolz, einen stattlichen Nachschlag aus dem Transferpaket des Ex-Kapitäns Julian Weigl (von Dortmund nach Lissabon) erhalten zu haben. Denn: Als die Löwen Weigl im Sommer 2015 nach Dortmund transferierten, wurde dem Vernehmen nach eine Klausel im Vertrag verankert, die 1860 im Falle eines möglichen späteren Weiterverkaufs Einnahmen garantieren soll. Von zehn Prozent ist die Rede, was den Blauen umgerechnet zwei Millionen Euro durch den Weigl-Wechsel einbringen würde.

Kurz darauf kam dann die nächste frohe Botschaft ins Haus der Münchner Löwen geflattert: Marin Pongracic (22), kurz vor dem Doppelabstieg in sieben Zweitligaspielen für 1860 im Einsatz, wechselt für kolportierte zehn Millionen Euro aus Salzburg zum VfL Wolfsburg. 12 Prozent davon, also 1,2 Millionen Euro, wandern aufs Konto des Drittligisten aus Giesing.

Gorenzel hat einen klaren Plan für die Verwendung der Millionen

Die Erwartung eines neuen Geldsegens bestätigte Sportchef Günther Gorenzel nach dem gestrigen Training im spanischen La Manga. "Das Jahr 2019 hat sportlich gut aufgehört - und 2020 beginnt in kaufmännischer Hinsicht sehr gut". Gorenzels Standpunkt ist klar und nachvollziehbar: Er will das Geld in den Kader stecken und den Etat für die nächsten zwei Jahre um jeweils eine halbe Million erhöhen (von 3 auf 3,5 Millionen).

Gorenzel positionierte sich in einem Gespräch mit der Münchner "TZ" klar: "Intern sind der Plan und das Konzept festgelegt. Wenn man über etwas diskutiert, gibt es immer zwei, drei Meinungen. Ich will aber möglichst viel für den Sport rausholen, damit wir nächstes Jahr eine sehr, sehr gute Mannschaft haben. Das Ziel muss ganz klar sein, dass wir uns nach oben orientieren. Unser Ziel ist es, jeden Euro zu investieren, damit wir im nächsten Jahr eine sehr, sehr interessante Mannschaft haben."

Sieben Pongracic-Spiele sorgen für Millionen-Einnahmen

Fakt ist: Pongracic war renditemäßig eine der besten Personalien in den letzten Jahren beim TSV 1860. Im Sommer 2017 hatten ihn die Löwen geholt, als er beim FC Ingolstadt aussortiert wurde, weil sie keine Verwendung mehr für ihn hatten. Ein Dreivierteljahr später wurde der Kroate in die erste Mannschaft befördert und machte sich in insgesamt sieben Spielen für die Löwen einen Namen. Allerdings konnte auch er am Ende den Abstieg aus der 2. Bundesliga in der Relegation gegen Jahn Regensburg nicht verhindern.

Hinsichtlich der aktuellen Personalsituation hatten die Löwen auch noch eine positive Nachricht zu vermelden: Timo Gebhart kehrte am vierten Tag des Trainingslagers im spanischen La Manga zurück ins Teamtraining. Allerdings musste Prince Osei Owuso beim Training aussetzen. Er klagt über muskuläre Probleme. Es soll sich dabei aber lediglich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handeln.

uk/kon