Bundesliga

BVB vor dem Auftakt in Augsburg: "Mit Druck können wir umgehen"

BVB vor dem Auftakt in Augsburg

Zorc: "Mit Druck können wir umgehen"

Michael Zorc

Blickt auf den Rückrundenauftakt in Augsburg: BVB-Sportdirektor Michael Zorc. imago images

Normalerweise macht Lucien Favre immer ein Geheimnis um die Besetzung seines Spieltagskaders. Vor dem Rückrunden-Auftakt in Augsburg allerdings ließ sich der Schweizer am Donnerstag ganz bewusst in die Karten schauen: "Giovanni Reyna wird definitiv im Kader stehen", sagte Favre auf die Frage, ob der 17-jährige US-Amerikaner, der erst in dieser Woche von der U 19 fest zum Profikader überstellt wurde, ein Kandidat für Samstag sein könnte.

Es war eine erstaunliche klare Ansage, die Sportdirektor Michael Zorc wenig später mit seiner Aussage über die Verpflichtung Erling Haalands und die Beförderung Reynas unterfütterte: "Das wird dem gesamten Kader neue Impulse geben." Neben Reyna wird auch ebenjener Haaland in Augsburg dabei sein - allerdings wohl eher als Joker. Für einen Startelfeinsatz dürfte die Vorbereitungszeit zu kurz sein, erst recht angesichts der Vorsicht, die Favre üblicherweise walten lässt.

Von der Mannschaft aus dem Hinspiel stehen bei Augsburg nur noch vier, fünf Spieler auf dem Feld.

Lucien Favre über den verbesserten FCA

Ganz unabhängig davon, wie lange Haaland - und eventuell auch Reyna - in Augsburg zum Einsatz kommen: Ein Sieg ist das Ziel des Dortmunder Reisetrosses, mit Blick auf die Tabelle muss man sogar fast sagen: Ein Sieg ist Pflicht, um nicht direkt zu Beginn der Rückrunde noch weiter den Anschluss an die Spitze zu verlieren. Von einer besonderen Drucksituation allerdings wollte Zorc am Donnerstag nichts wissen: "Wir haben immer Druck, damit können wir umgehen", sagte er. "Wir wollen einen guten Start in die Rückrunde haben, dafür haben wir zuletzt gearbeitet."

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Dass es unter Umständen unangenehm wird, damit rechnen in Dortmund alle, Favre und Zorc eingeschlossen. Das Hinspiel ging zwar mit 5:1 klar an den BVB, seitdem jedoch ist einiges passiert in Augsburg. Und: In der Vergangenheit taten sich die Schwarz-Gelben stets schwer beim aktuell auf Rang 10 liegenden FCA, man denke nur an die 1:2-Niederlage in der vergangenen Rückrunde, die Dortmunds Meisterschaftshoffnungen einen herben Dämpfer verpasste.

"Von der Mannschaft aus dem Hinspiel stehen bei Augsburg nur noch vier, fünf Spieler auf dem Feld. Sie sind in der Hinrunde peu à peu zurückgekommen und hatten zuletzt einen guten Lauf. Wir werden von der ersten Sekunde an da sein müssen", warnte Favre vor dem Auftaktgegner, der seine Stärken auch im Konter lägen. Dass Dortmund auch zuletzt wieder ausgerechnet im Umschalten auf die Defensive Probleme hatte, verschwieg der Schweizer dagegen lieber. Noch bleibt ihm ja auch etwas Zeit, vor dem Auftakt an dieser Schwachstelle zu arbeiten.

Matthias Dersch

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