Eishockey

Philadelphia Flyers brechen die Heim-Serie der St. Louis Blues

NHL: Chicagos Crawford glänzt in seiner Geburtsstadt Montreal

Flyers brechen die Heim-Serie der Blues

Philadelphias Jakub Voracek (l.) erzielt den Siegtreffer in St. Louis.

Philadelphias Jakub Voracek (l.) erzielt den Siegtreffer in St. Louis. Getty Images

Voracek bricht die Serie in der Overtime

Nur noch ein Heimsieg fehlte den Blues für einen neuen Franchise-Rekord. Doch in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ging St. Louis erstmals nach neun Heimsiegen in Folge als Verlierer vom Eis. Zum Serienbrecher avancierten die Gäste aus Philadelphia, die vor allem mit Härte (26:17 Checks) dagegenhielten. "Hierher zu kommen und so gegen den Stanley-Cup-Champion zu spielen, war eine Herausforderung. Wir sind cool und fokussiert geblieben, haben hart gearbeitet, gekämpft, gecheckt und am Ende einen dreckigen Sieg eingefahren", sagte Philadelphias Trainer Alain Vigneault.

National Hockey League - Woche 16
National Hockey League - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Boston Bruins
68
St. Louis Blues
68
Vancouver Canucks
58
Montreal Canadiens - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.12.1909

Vereinsfarben

Rot-Weiß-Blau

Philadelphia Flyers - Vereinsdaten

Gründungsdatum

05.06.1967

Vereinsfarben

Orange-Schwarz-Weiß

St. Louis Blues - Vereinsdaten

Gründungsdatum

05.06.1967

Vereinsfarben

Blau-Gold-Weiß

Chicago Blackhawks - Vereinsdaten

Gründungsdatum

25.09.1926

Vereinsfarben

Rot-Schwarz-Weiß

Zunächst waren die Blues im Powerplay durch Justin Faulk in Führung gegangen (15.), doch die Flyers drehten die Partie und stellten dank Tyler Pitlick (33.), Michael Raffl (36.) und Travis Konecny (41., im Powerplay) auf 3:1. St. Louis aber steckte nicht auf und kam durch die Tore von Ryan O'Reilly (51.) und Alexander Steen (54.) noch zum Ausgleich. In der Overtime spielte dann Jakub Voracek das Zünglein an der Waage, verzögerte schlitzohrig und traf mit der Präzision eines Scharfschützen zum entscheidenden 4:3 in den linken Winkel. "Ich musste ein bisschen abbremsen, um Zeit und Raum zu bekommen. Sonst blieb mir keine andere Wahl, zum Glück hat es geklappt", zeigte sich der Siegtorschütze hinterher erleichtert.

"Gateway City" ist eine Festung: St. Louis ist hinter den Boston Bruins (15-2-9) das zweitbeste Heim-Team der Liga (17-4-4) und schrammte denkbar knapp an einem neuen Franchise-Rekord vorbei. "Es war eine tolle Heim-Serie", sagte Blues-Trainer Craig Berube. "Wir wollten den Rekord unbedingt aufstellen und sind nicht glücklich mit unserem Auftritt. Was mich positiv stimmt, ist, dass wir noch einmal zurückgekommen sind und einen Punkt geholt haben."

Crawford glänzt und gewinnt in seiner Heimat

Die Blackhawks teilten die Einsatzzeiten ihrer beiden Goalies Robin Lehner (25 Starts) und Corey Crawford (23 Starts) bislang gleichmäßig auf. Wer Chicagos Tor in Montreal hüten würde, dürfte schon lange klar gewesen sein: Crawford erhielt den Vorzug - und das nicht nur, weil ein Spiel in seiner Geburtsstadt etwas Besonderes ist: Er punktete in jedem seiner letzten acht Spiele bei den Canadiens und gewann nun zum sechsten Mal in Folge in seiner Heimat mit schier unglaublichen Statistiken (0,75 Gegentore/Spiel, 97,9 Prozent Fangquote).

Auch an diesem Mittwochabend (Ortszeit) war auf Crawford Verlass: Der 35-jährige Routinier stoppte 32 von 33 Schüssen der Habs (97 Prozent Fangquote). Zum ultimativen Matchwinner aber avancierte Zack Smith. Der Unterzahl-Experte (elf "Shorthander" seit der Saison 2015/16) traf im "Penalty Killing" zum 1:0 für die Gäste aus "Windy City" (6.) und erhöhte kurz darauf bei Gleichzahl auf 2:0 (9.). Auf den Anschlusstreffer der Canadiens von Phillip Danault (21.) antworteten die Blackhawks durch Alex DeBrincat (32., im Powerplay) und Drake Caggiula (52.).

"Wenn wir früh in Führung gehen, dann ist es schwer, gegen uns zu spielen", weiß Smith. Einen "guten Start" attestierte auch Chicagos Trainer Jeremy Colliton seiner Mannschaft: "Erst ein wichtiger Unterzahl-Treffer und dann die 2:0-Führung. Das haben wir uns verdient, wir haben hart gespielt, sie unter Druck gesetzt und hatten gute Wechsel in der Offensivzone. Auch Crawford hat viele starke Paraden für uns gemacht und toll gespielt." Dass der Torwart ausgerechnet in seiner Geburtsstadt immer derart stark aufspielt, ist auch Hawks-Superstar Patrick Kane aufgefallen: "Er liebt es, in Montreal zu spielen. Er hatte hier so viele gute Spiele in den letzten Jahren."

NHL-Ergebnisse vom 15. Januar 2020:

Montreal Canadiens - Chicago Blackhawks 1:4
St. Louis Blues - Philadelphia Flyers 3:4 n.P.

cru