Bundesliga

Zagadou: "Wir müssen uns anstrengen, das zu verbessern"

BVB-Innenverteidiger ärgert sich über hohe Anzahl der Gegentore

Zagadou: "Wir müssen uns anstrengen, das zu verbessern"

Dan-Axel Zagadou hat sich beim BVB in der Dreierkette festgespielt.

Dan-Axel Zagadou hat sich beim BVB in der Dreierkette festgespielt. imago images

Dan-Axel Zagadou, genannt: Daxo, ist ein Baum von einem Mann, über 1,90 Meter groß und über 90 Kilogramm schwer, ausgestattet mit breitem Kreuz und muskulösen Oberschenkeln. Ein Verteidiger also, dem man auf dem Feld am besten aus dem Weg geht. Wenn er allerdings spricht, dann mit größtmöglicher Ruhe und so ganz und gar nicht furchteinflößend. So wie in der kleinen Medienrunde im Trainingslager, als sich der im Bundesliga-Alltag eher schweigsame 20-Jährige unter anderem zu seinem neuen Platz in der Dortmunder Hintermannschaft äußerte.

Zagadou: "Man muss sich anpassen"

Lange Zeit hatte Zagadou in der Hinrunde zuschauen müssen, erst als dem BVB und Trainer Lucien Favre das Wasser bis zum Hals stand, schlug seine Stunde: Als Teil einer defensiven Dreierkette sollte er gemeinsam mit Mats Hummels und Manuel Akanji dem schwarz-gelben Gebilde Stabilität und Halt verleihen - und er erfüllte diesen Auftrag außerordentlich gut. Dabei fiel ihm die Umstellung zunächst gar nicht so leicht, wie es äußerlich wirkte. "Es war eine neue Situation", gibt er im Mediengespräch in Marbella zu, "ich wurde in der Viererkette ausgebildet. Aber man muss sich anpassen."

Favre kommt wohl nicht an der Dreierkette vorbei

Zagadou gelang diese Anpassung mit Bravour. Seine Werte sind überzeugend, die Kritiken ausnahmslos positiv. Zum Rückrunden-Auftakt in Augsburg dürfte Favre daher an Zagadou und dem Dreierketten-Modell nicht vorbeikommen - auch wenn er zuletzt im kicker-Interview sagte, generell eine Grundordnung mit Viererkette zu favorisieren.

Für den Moment aber scheint die Dreierkette am besten zu Dortmunds Spiel zu passen, wenngleich es zum Jahresende gegen Leipzig (3:3) und bei 1899 Hoffenheim (1:2) fünf Gegentore in zwei Spielen setzte. Generell ist die Anzahl der Gegentreffer zu hoch für die Ansprüche der Borussia, daraus macht auch Zagadou keinen Hehl. "Wir haben zu viele Tore kassiert", ärgert er sich, "aber das ist nicht nur ein Problem der Verteidigung, sondern ein Problem der ganzen Mannschaft. Wir müssen uns anstrengen, das zu verbessern."

Gleich gegen Augsburg will der derzeit viertplatzierte BVB damit anfangen, um direkt Schwung aufzunehmen für die geplante Aufholjagd. Mit Zagadou in der Dreierkette.

Matthias Dersch

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