NFL

Die Profis der Packers müssen das Übel noch einmal ertragen

Green Bay bereitet sich auf die San Francisco 49ers vor

Die Profis der Packers müssen das Übel noch einmal ertragen

Matt LaFleur (Mitte) ist Head Coach der Green Bay Packers.

Muss sich mit seinen Spielern, darunter Quarterback Aaron Rodgers, nochmals über die Niederlage in San Francisco unterhalten: Packers-Trainer Matt LaFleur. imago images

Überzeugend waren sowohl die 49ers als auch die Packers in die Play-offs der NFL eingezogen. Denn während San Francisco vor allem mit einer bärenstarken Defense überzeugt, reihenweise enge Duelle für sich entschieden und nach einem Zentimeter-Sieg über Seattle den Number-One-Seed der Regular Season erreicht hatte, hatte Green Bay zum Beispiel alle sechs NFC-North-Spiele gewonnen.

Kurzum: Vieles spricht im kommenden NFC-Finale für einen hochspannenden Vergleich. Dafür sorgen allein schon Niners-Namen wie Jimmy Garoppolo, Richard Sherman, Dee Ford oder Nick Bosa und Pack-Athleten wie Aaron Rodgers, Davante Adams, Aaron Jones oder David Bakhtiari.

Trotzdem gilt San Francisco als Favorit, was nicht nur in der Tatsache begründet ist, dass die Kalifornier den Gast aus dem hohen Norden im heimischen Levi's Stadium in Santa Clara willkommen heißen werden. Vielmehr hat es diese Paarung bereits in der Regular Season gegeben: In Week 12 Ende November wurden die Packers von den 49ers mit 8:37 gehörig abgefertigt.

Cheftrainer LaFleur will aus Fehlern lernen

Und auch wenn die Käsestädter offensichtlich von dieser Blamage wie auch vom 11:26 zwei Wochen vorher in Kalifornien bei den Los Angeles Chargers gelernt und die Spielzeit mit fünf Siegen in Folge beendet haben, so müssen sich die Spieler nochmals diese düstere Football-Stunde vor Augen führen. Head Coach Matt LaFleur, der das Team direkt in seiner ersten Saison bis ins NFC-Endspiel geführt hat, arbeitet in diesen Tagen das Spiel nochmals auf und verschont seine Schützlinge nicht von den sportlich schrecklichen Bildern.

"Ich muss darauf zurückkommen und das Tape nochmals anschauen, um begreifen zu können, was damals passiert ist und wie wir nun darauf reagieren können, damit uns das nicht noch einmal passiert", stellte LaFleur am Montag (Ortszeit) gegenüber "ESPN" klar. "Und das ist eben das, was uns die nächsten Tage erwartet."

"Ich habe vor allen Leuten dort Respekt"

Star-Quarterback Aaron Rodgers und Trainer Matt LaFleur sind Teil der Green Bay Packers.

Augen aufs Videomaterial und Augen aufs "Rückspiel" bei den 49ers: Star-Quarterback Aaron Rodgers und Matt LaFleur. imago images

Was war eigentlich damals passiert? Die Kurzzusammenfassung des 8:37: Quarterback Rodgers leistete sich direkt zu Beginn nahe der eigenen Endzone einen Fumble, wenig später folgte der Touchdown - und davon konnte sich "The Pack" nie mehr erholen. "A-Rod" lief am Ende zum Beispiel nur mit überschaubaren 104 Yards und einem Touchdown ins Ziel ein. Dann ließ die Abwehr ganze 339 Total Yards zu, während im Angriff insgesamt nur eine Third-Down-Conversion gelang - bei 15 (!) Versuchen. Zum Vergleich: An diesem Sonntag beim starken 28:23-Viertelfinalsieg über die Seattle Seahawks glückten Green Bay neun von 14 Third-Down-Vollendungen.

Auch deswegen hat LaFleur für das kommende Play-off-Spektakel wieder ein gutes Gefühl, weiß aber auch um die Qualitäten San Franciscos: "Das ist einfach ein richtig gutes Team - und zwar in allen drei Bereichen. Sie haben augenscheinlich eine der Top-Defenses, meiner Meinung nach eine der Top-Offenses und sind solide bei den Special Teams. Ich habe vor allen Leuten dort Respekt." Was aber eben nicht bedeuten soll, dass die Green Bay Packers wieder Geschenke verteilen werden. Dieses Mal wollen sich die Käsestädter selbst beschenken - mit dem Super-Bowl-Einzug.

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