Bundesliga

Bayer Leverkusen - Bender gibt Entwarnung und warnt

Leverkusens Abwehrchef lobt Paderborn und fordert Detailtreue

Bender gibt Entwarnung und warnt

Sven Bender

Wird Paderborn nicht unterschätzen: Sven Bender. picture alliance

Als die Bayer-Profis gegen halbzwölf ihre Dienstagseinheit starteten, fehlte er. Sven Bender, der am Donnerstag vergangener Woche im Trainingslager in La Manga eine Oberschenkelprellung erlitten hatte und auch bei den Testspielen am Freitag ausgefallen war, betrat erst ein knappe halbe Stunde mit Athletiktrainer Daniel Jouvin den Platz, um ein individuelles Programm zu absolvieren. Dieses war nach 40 Minuten Laufschule und Passübungen auch wieder beendet.

Bender: "Wenn morgen nicht ein Büffel in mich reinläuft..."

Doch in Gefahr ist der Einsatz des Abwehrchefs beim Rückrundenauftakt in Paderborn nicht, wie dieser versichert. "Von meiner Seite aus müsste es gehen", gab der 30-Jährige Entwarnung und fügte mit einem Augenzwinkern an: "Wenn morgen nicht ein Büffel in mich reinläuft..." Dieser "Büffel" war im Trainingslager Angreifer Joel Pohjanpalo gewesen, der Bender unabsichtlich zur Strecke gebracht hatte.

Am Mittwoch möchte Bender das Fußball-Konditions-Training, eine hochintensive Spielform, zumindest zum Teil absolvieren, um dann am Sonntag in Paderborn mit Bayer 04 erfolgreich in die zweite Halbserie zu starten. Das wird notwendig sein, um das Projekt Platz 4 nicht direkt mit einem großem Fragezeichen zu versehen. "Wenn wir weiterhin eine gute Rolle spielen wollen in der Liga, dann ist es wichtig zu gewinnen", weiß Bender, der aber auch mahnend den Zeigefinger hebt vor der Partie beim Schlusslicht. "Ich habe schon zweimal vor Paderborn gewarnt. Wir haben in beiden Spielen gesehen, was für eine Truppe Paderborn hat. Sie haben viel zu wenig Punkte, für das, was sich gezeigt haben."

"Von daher ist es Schwachsinn zu sagen: Das ist der erste Absteiger"

Bayer hat sowohl in der Liga (3:2) als auch in der 2. Runde des DFB-Pokals (1:0) die Oberhand gegen den Aufsteiger behalten. Allerdings waren beide Spiele hart umkämpft. Abschreiben darf man den Tabellenletzten, der oft viel Lob, aber meist keine Punkte einheimste auf keinen Fall. "Dafür haben sie auch viel zu gut gespielt. Sie waren über die komplette Hinrunde mutig, sind mutig geblieben, haben interessanten, guten Fußball gezeigt. Von daher ist es Schwachsinn zu sagen: Das ist der erste Absteiger", erklärt der Innenverteidiger, "dafür waren sie meiner Meinung nach zu stark. Ich habe einen gesunden Respekt vor der Aufgabe. Wir wissen, wie schwierig sie ist."

Dass Paderborn eine starke Kontermannschaft ist und Bayer gerade mit diesem Spielelement beim 3:4 gegen Utrecht größte Probleme hatte, ist Bender bewusst. Damit sich die Schwächen von der Generalprobe bei der Rückrunden-Premiere nicht wiederholen, fordert Bender absolute Konsequenz. "Wir müssen unser Spiel durchziehen. Denn wir haben genügend Qualitäten, um Paderborn zu schlagen. Das Wichtige ist, dass alle den Plan, den wir haben, dann auch komplett, auf den Punkt umsetzen, jedes Detail, gnadenlos gut umsetzen."

Gelingt dies, ist Bayer enorm stark. Falls nicht, kommt das mit viel Potenzial versehene Gebilde schnell ins Wanken. "Denn wenn irgendwo ein Teilchen nicht funktioniert, dann ist es nicht stimmig - und dann ist es oft so, dass wir hinten offen sind", sagt Bender. In Paderborn soll und darf dies nicht der Fall sein.

Stephan von Nocks

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