Bundesliga

DFL-Chef Christian Seifert sieht "große Herausforderungen"

Neuer TV-Vertrag und Projekt Zukunft mit dem DFB

DFL-Chef Seifert sieht "große Herausforderungen"

Christian Seifert beim DFL-Neujahrsempfang

Christian Seifert sprach beim DFL-Neujahrsempfang von einem "richtungsweisenden Jahr". picture alliance

Christian Seifert, der in den vergangenen Jahren immer wieder durch besonders pointierte Ansprachen aufgefallen war, widmete sich beim 13. Neujahrsempfang der DFL zwei großen Themen: Der Vergabe der nationalen Medienrechte von 2021 bis 2025 in diesem Frühjahr und dem Projekt Zukunft, das die Liga gemeinsam mit dem DFB ins Leben gerufen hat.

"Mit der Vergabe der Medienrechte stellen wir in mehrerlei Hinsicht die Weichen für die Zukunft. Dadurch wird weitgehend definiert, wie die Klubs bis 2025 wirtschaftlich agieren können", betonte Seifert. Neben der Gesamtsumme, die durch einen neuen Vertrag erzielt wird, könnte es auch bei der Verteilung zwischen den Vereinen Verschiebungen geben. "Hier steht das DFL-Präsidium vor einer sehr wichtigen Entscheidung", so Seifert.

Wir haben massiven Nachholbedarf in der Ausbildung der Toptalente. Das Projekt ist elementar für die Qualität des deutschen Spitzenfußballs ab 2030.

Christian Seifert

Die Vertretung der 36 Profivereine in Deutschland will sich nach den Worten ihres Chefs weiter als Innovationstreiber präsentieren. Erst am Vortag hatte die DFL eine Zusammenarbeit mit Amazon Web Services bekanntgegeben, das offizieller Technologie-Provider wird. Damit sieht sich die Liga für die Zukunft gerüstet, in der laut Seifert die Angebote der Rechteinhaber auf Smart-TVs, Tablets und Smartphones noch stärker auf den individuellen Endkunden ausgerichtet vermarktet werden sollen.

Schwerpunkt "Projekt Zukunft"

"Die wirklich große Herausforderung der Zukunft ist jedoch eine andere", leitete der DFL-Chef zum zweiten Schwerpunkt seiner Rede über. "Gemeinsam mit dem DFB" habe die Liga "neu und ganzheitlich" das Projekt Zukunft entwickelt, wobei DFB-Direktor Oliver Bierhoff und Seifert die treibenden Kräfte waren.

"Wir haben massiven Nachholbedarf in der Ausbildung der Toptalente. Das Projekt ist elementar für die Qualität des deutschen Spitzenfußballs ab 2030. Das Zurück zur Weltspitze ist für beide Organisationen nicht nur ein sportliches Ziel, sondern auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Nach gemeinsamer Analyse ist es erforderlich, jetzt umgehend die Umsetzung zu starten", erklärte Seifert und erntete damit den Applaus eines Großteils der 350 Gäste aus Sport, Medien, Politik und Wirtschaft.

Michael Ebert

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