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Aufgrund gekaufter FUT-Münzen - EA verteilt Strafen

Disziplinarmaßnahmen treffen auch zwei bekannte Profis

Aufgrund gekaufter FUT-Münzen - EA verteilt Strafen

Der Kauf von FUT-Münzen ist gegen die Regeln und wird von EA bestraft.

Der Kauf von FUT-Münzen ist gegen die Regeln und wird von EA bestraft. EA SPORTS

15 Spieler sind dieses Mal betroffen. Auf der offiziellen Seite der FIFA 20 Global Series führt EA ihre Namen mit den entsprechenden Verstößen und Strafen auf. Zehn von ihnen trifft es wegen des Erwerbs, Verkaufs oder Handels von EAs virtueller Währung, den Münzen in FIFA Ultimate Team (FUT). Viele Seiten bieten diese Möglichkeit an, um an Coins zu kommen. Das verstößt jedoch gegen EAs Regeln. Und da dem Entwickler durch derlei Praktiken viel Geld verloren geht, greift er hart durch: Alle für schuldig befundene Spieler sind für den Rest der Saison gesperrt. Vergangene Saison traf das auch ein deutsches Talent, von den zehn aktuell betroffenen Spielern ist aber keiner sonderlich bekannt. Alles andere wäre auch tragisch: Schließlich erhalten die meisten Topspieler von ihren Teams eine Finanzspritze, um die finanzielle Bürde einer FIFA-Karriere zu erleichtern.

Weltranglistendritter gesperrt

Der wohl bekannteste Spieler, der dieses Mal vom Disziplinarausschuss abgestraft wurde, ist Kylem 'Lyricz' Edwards. Während eines Livestreams am 10. Januar soll sich der Weltranglistendritte aus England unangemessen - wohl rassistisch - geäußert haben. Als Strafe erhielt er eine Sperre für den vierten FUT Champions Cup. Auf Social Media zeigte sich Edwards einsichtig und entschuldigte sich. Er hätte die Worte zwar nicht bösartig gemeint, es jedoch besser wissen sollen, als sie auszusprechen. Immerhin verpasst 'Lyricz' nur ein Event. Einen großen Einfluss auf den Rest der Saison sollte die Strafe demnach nicht haben.

Anders sieht es bei Khalid 'The Royal' Aloufi aus. Die Sperre des Saudi-Arabers beläuft sich auf zwei Jahre. Im eSport ist das eine halbe Ewigkeit und könnte das Ende seiner Karriere als FIFA-eSportler bedeuten. Sein Vergehen geht allerdings auch weit über ein Kavaliersdelikt oder eine Unachtsamkeit hinaus: Aloufi soll während seiner Qualifikation für den FIFA eClub World Cup Absprachen mit der Konkurrenz getätigt haben. In welchen Ausmaßen das die erfolgreiche Qualifikation von Nasr Esports beeinflusste, verriet EA SPORTS nicht. Von der Sperre ist aber nicht nur 'The Royal' beeinflusst. Auch sein niederländischer Teamkollege Lev Vinken leidet darunter. Er schrieb auf Twitter: "Ich werde beim eClub World Cup nicht spielen. Mir fehlen die Worte. Ich kann nicht antreten, obwohl ich nichts falsch gemacht habe."

Christian Mittweg

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