2. Bundesliga

"Tatsachenentscheidung": Einspruch von Hannover 96 erneut abgewiesen

Hannovers "Tor hätte hundert Jahre lang gezählt"

"Tatsachenentscheidung": 96-Einspruch erneut abgewiesen

Marc Stendera und Schiedsrichter Martin Thomsen

Marc Stendera reklamiert bei Schiedsrichter Martin Thomsen - ohne Erfolg.

Marc Stendera hatte am 14. Spieltag für Hannover kurz vor Schluss den vermeintlichen 2:2-Ausgleich gegen die Lilien erzielt, die Freude währte aber nicht lange. Das Tor wurde nicht gegeben, weil zuvor Schiedsrichter Martin Thomsen den Ball berührt hatte und der Videoassistent entscheidend interveniert hatte. 96 legte Einspruch ein, der per Einzelrichterurteil vom DFB-Sportgerichts am 17. Dezember 2019 zurückgewiesen wurde.

Auch der zweite Anlauf der 96er war nicht von Erfolg gekrönt. Das DFB-Sportgericht hat den Einspruch des Zweitligisten gegen die Wertung der Partie auch in mündlicher Verhandlung als unbegründet abgelehnt. "Weder dem Videoassistenten noch dem Schiedsrichter kann ein Regelverstoß nachgewiesen werden", erklärte Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts. "Die Aberkennung des Treffers ist letztlich eine unanfechtbare schiedsrichterliche Tatsachenentscheidung."

Die Regel Nummer 9 wurde vor der Spielzeit geändert, der Schiedsrichter gilt nicht mehr als "Luft". Daher nahm Thomsen den Treffer zurück - letztlich ordnungsgemäß. "Dieses sehenswerte Tor hätte hundert Jahre lang gezählt, mit der Änderung der Regel 9 zu Saisonbeginn zählt es nicht mehr", meinte Lorenz.

nik