Wintersport

Flachau: Vlhova siegt knapp vor Swenn-Larsson

Shiffrins Attacke verpufft - Ackermann ratlos

Flachau: Vlhova siegt knapp vor Swenn-Larsson

Petra Vlhova

Fokussiert: Petra Vlhova legte mit einem starken ersten Durchgang die Basis für ihren späteren Sieg. imago images

Die deutschen Slalom-Fahrerinnen haben beim Nachtrennen von Flachau eine herbe Enttäuschung hinnehmen müssen. Beim Sieg der Slowakin Petra Vlhova kam Christina Ackermann am Dienstag im Finallauf schon nach wenigen Toren aus dem Tritt und gab auf. Beste Deutsche war die von einem Infekt geschwächte Lena Dürr auf dem 25. Rang, Marina Wallner kam auf Platz 27.

Im Duell um den Ski-Weltcupsieg fügte Vlhova der viermaligen Slalom-Weltmeisterin Mikaela Shiffrin die zweite Niederlage nacheinander zu. Die 24-Jährige setzte sich knapp mit 0,10 Sekunden Vorsprung gegen die Schwedin Anna Swenn Larsson durch. US-Star Shiffrin blieb nur Rang drei (+0,43). Wie im Vorjahr war die Slowakin nicht zu schlagen und machte in der Disziplinwertung 40 Punkte auf die noch führende Amerikanerin durch, die nur noch 80 Zähler Vorsprung hat. In den 25 Slalom-Rennen seit dem Sieg von Frida Hansdotter im Januar 2017 in Flachau gab es keine andere Gewinnerin als Vlhova (6 Siege) oder Shiffrin (19).

Ackermann: "Zum Vergessen"

Nach einer starken Slalom-Saison hatte sich vor allem Ackermann viel vorgenommen für das mit rund 174 000 Euro Preisgeld höchstdotierte Damen-Rennen der Saison. Dann aber brachte sie sich schon im ersten Lauf um alle Chancen auf eine vordere Platzierung. "Das war zum Vergessen", sagte sie. "Was genau los war, weiß ich auch nicht." Im Finale patzte Ackermann schon nach wenigen Toren, kam aus dem Rhythmus und gab entnervt auf.

Wir können es besser als wir es heute gezeigt haben.

Lena Dürr

"Jetzt haben wir über einen Monat Zeit bis zum nächsten Slalom. Da kann man ein bisschen üben und an ein paar Schrauben drehen", fasste Dürr den "enttäuschenden Tag" für die DSV-Damen zusammen. "Wir können es besser als wir es heute gezeigt haben." Immerhin konnte sie selbst als Erklärung vorbringen, leicht erkrankt angetreten zu sein. "Die Spritzigkeit war sicher nicht da. Ich bin jetzt drei Tage im Bett gelegen, das hat es sicher nicht gefördert", sagte sie. Trotzdem ärgerte es sie, nicht mehr attackiert zu haben. "Es war im ersten Lauf wirklich ein Kurs zum Gas geben. Das ist mir gar nicht gelungen. Der war ganz anders. Der hat brutal gedreht." Am Ende war sie aber sogar beste DSV-Läuferin.

dpa