Wintersport

Ruhpolding mit Schnee, aber ohne Lesser und Schempp

Weltcup-Austragung ist kein Problem

Ruhpolding mit Schnee, aber ohne Lesser und Schempp

Simon Schempp

Fehlt beim Weltcup in Ruhpolding: Simon Schempp. imago images

"Wir waren ja schon auf der Wettkampfrunde, die ist bestens präpariert und da ist genügend Schnee vorhanden", sagte Verfolgungsweltmeisterin Denise Herrmann. Sachsens frisch gekürte Sportlerin des Jahres hatte nach dem Jahreswechsel dort schon einige Einheiten absolviert.

"Ich hätte jetzt schon gerne langsam mal Winter. Aber ich habe auf die Wetterprognosen geguckt und es sieht bis Ende Januar nicht so gut aus. Doch in Ruhpolding werden es gute und faire Wettkämpfe", sagte die 31-Jährige. Zwar schneite es in Ruhpolding auch nicht, aber durch die niedrigen Nachttemperaturen konnten die Organisatoren viel und ausreichend Kunstschnee in der Chiemgau Arena produzieren.

Das war in Oberhof aufgrund des milden Wetters nicht möglich. Deshalb hatten die Organisatoren auf mehr als 30 LKW aus dem 400 Kilometer entfernten Gelsenkirchen Kunstschnee zur Streckenpräparation heranschaffen müssen. Der LKW-Transport hatte vor allem bei Umweltschützern für kontroverse Diskussionen gesorgt.

Ohne Schempp und Lesser

Simon Schempp wird in Ruhpolding pausieren. Damit ist neben Erik Lesser ein weiterer ehemaliger Staffel-Weltmeister beim zweiten Heim-Weltcup nicht am Start. Während Lesser (31) in dieser Woche im zweitklassigen IBU-Cup in Osrblie den Weg zurück in die A-Nationalmannschaft schaffen will, legt Schempp (31) eine Wettkampfpause ein und will sich im Training auf den Formaufbau konzentrieren.

Neu ins Männer-Team für die Rennen in der bayerischen Biathlon-Hochburg kommen Philipp Nawrath (26) und Roman Rees (26), die zuletzt im IBU-Cup überzeugt haben. In der Damen-Mannschaft um Verfolgungsweltmeisterin Denise Herrmann gibt es laut Verbandsmitteilung vom Montag keine Veränderungen. Der Weltcup in der Chiemgauarena in Ruhpolding beginnt am Mittwoch mit dem Sprint-Wettkampf der Damen.

aho/dpa