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NFL: Green Bay Packers bezwingen Seattle und stehen im NFC-Finale

NFL, Divisional Round: Adams sammelt 160 Receiving-Yards

28:23! Rodgers und die Packers halten dem Ansturm der Seahawks stand

Aaron Rodgers

Ohne Ballverlust und unter den besten Vier der NFL: Aaron Rodgers und die Packers. Getty Images

Bei moderaten Minusgraden war das Lambeau Field von Green Bay zum 351. Mal in Serie ausverkauft. Das erwartungsfrohe Publikum in der "Frozen Tundra" wurde nicht enttäuscht. Aaron Rodgers & Co. setzten sich knapp mit 28:23 durch und stehen in der Runde der letzten Vier. Für die Seahawks endet die Saison an einem Ort, an dem es zuletzt nicht viel zu holen gab. Seattles Spielmacher Russell Wilson hat nun alle vier Spiele in Green Bay verloren, das Team aus dem US-Bundesstaat Washington insgesamt neun Partien am Stück bei den Packers in den Sand gesetzt.

Den Grundstein zum Erfolg legten die Packers durch einen guten Start ins Spiel. Schnell stand es 7:0 - Davante Adams fing einen Rodgers-Pass zum 20-Yard-Touchdown -, zur Halbzeitpause 21:3. Running Back Aaron Jones steuerte die beiden anderen Endzonen-Besuche mit kurzen Läufen bei. Seattle gelang nur ein Field Goal durch Jason Myers (45 Yards).

Lynch nährt die Hoffnungen der Seahawks

Dass es danach doch noch spannend wurde, lag auch an Comebacker Marshawn Lynch. Der Läufer der Seahawks wuchtete seinen Körper samt Spielgerät nach fünf Minuten Spielzeit im dritten Abschnitt zum 10:21 in die Endzone und sendete ein Lebenszeichen der Gäste. Rodgers konterte schnell mit einem 40-Yard-Wurf auf erneut Adams zum 28:10 - es sollten die letzten Packers-Punkte in diesem Viertelfinale sein.

Nach Tyler Locketts Catch (7 Yards) zum 17:28 roch es nach einem Comeback wie vor fünf Jahren, als die Packers das NFC Championship Game gegen Seattle nach einer 16:0-Halbzeitführung noch 22:28 nach Verlängerung verloren hatte. Zumal abermals Lynch im vierten Quarter einen Drive über 79 Yards mit dem Run zum 23:28 abschloss. Die Two-Point-Conversion schlug fehl, doch Seattle blieben noch neuneinhalb Minuten für die Wende.

Doch im Schlussakt hielt die Packers-Defense dicht, stoppte Seattles Lauf und erzwang kurz vor der Two-Minute-Warning einen Punt der Gäste, die danach nicht mehr an den Ball kamen. "Fünf Minuten vor Schluss bekommen wir den Ball, dann gewinnst du es eigentlich. Das hat glaube ich jeder im Stadion gedacht und draußen an den TV-Geräten gefühlt", sagte ein enttäuschter Wilson, während den Sieger das besondere Gefühl vor dem Spiel nicht getrogen hatte. "Das ist eines der Gefühle, das dich schon beim Aufwärmen beschleicht. Und ich bin froh, dass ich es aufs Spielfeld transportieren konnte", verriet Rodgers.

Keine Interceptions, keine Fumbles

"A-Rod" brachte insgesamt 16 von 27 Würfen an den Mann, überbrückte dadurch 243 Yards und schaffte zwei Touchdown-Pässe. Wilson, der fünf Sacks einstecken musste, warf bei 21 von 31 Versuchen erfolgreich (277, 1/0) und lief selbst für 64 Yards. Eine der zentralen Figuren des Spiels war jedoch Davante Adams. Der 27-jährige Wide Receiver der Packers schnappte sich acht Bälle für satte 160 Yards (jeder Catch ein First Down) und machte zwei Touchdowns - Rekord für die Packers in Postseason-Spielen.

Green Bay tritt nun am kommenden Sonntag im NFC-Finale bei den San Francisco 49ers an. Das AFC-Endspiel bestreiten die Kansas City Chiefs nach ihrem furiosen Erfolg über die Houston Texans und das Überraschungsteam der Tennessee Titans. Der Super Bowl findet am 2. Februar in Miami statt.

aho

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