Bundesliga

Leihe perfekt: Duda wechselt von Berlin nach Norwich

Unzufriedener slowakischer Nationalspieler verlässt die Hauptstadt

Leihe perfekt: Duda wechselt von Berlin nach Norwich

Ondrej Duda

Verlässt die Hertha vorübergehend: Ondrej Duda. imago images

Bereits am Donnerstag, dem finalen Tag des Trainingslagers in Florida, hatte Hertha-Manager Michael Preetz erklärt, dass man in der Personalie "vor einer Lösung stehe". Nach der Rückkehr nach Berlin am Freitag reiste Duda weiter nach England, um den Wechsel nach Norwich unter Dach und Fach zu bringen. Am frühen Sonntagabend bestätigte Hertha nun den Deal offiziell.

Duda, der in der vergangenen Saison noch Top-Scorer der Berliner war, in dieser Spielzeit aber weder unter Ante Covic noch unter Jürgen Klinsmann an diese Leistungen anknüpfen konnte, wird bis Saisonende an den von Daniel Farke trainierten Aufsteiger ausgeliehen. Bei den Canaries trifft der slowakische Nationalspieler unter anderem auf die ehemaligen Bundesliga-Profis Ralf Fährmann, Moritz Leitner, Josip Drmic und Mario Vrancic, die am Samstag 0:4 bei Manchester United unterlagen.

Vereinbarung enthält keine Kaufoption

Preetz hatte am Donnerstag, als er Dudas neuen Arbeitgeber noch nicht genannt hatte, angekündigt, dass die Vereinbarung keine Kaufoption enthalte. Ob Duda, der in der Hauptstadt bis 2023 unter Vertrag steht, dann zur neuen Saison tatsächlich wieder in Berlin aufschlägt, wird noch zu sehen sein - und könnte auch mit der Zukunft von Klinsmann in Berlin zu tun haben.

Das Tischtusch zwischen dem Interimstrainer der Berliner und (dem nicht mehr benötigten) Spieler war schon seit einiger Zeit zerschnitten. "Wenn dich jemand nicht will, ist es nicht möglich, zu bleiben", hatte Duda kurz vor der Reise ins Trainingslager nach Florida betont und erklärt: "Ich bin einfach nur enttäuscht, einige Leute haben mich enttäuscht." Sollte Klinsmann, dessen Mannschaft am Sonntag einen Geheimtest gegen Pogon Stettin 1:0 gewann (Torschütze Davie Selke), über das Saisonende hinaus Trainer in Berlin bleiben, wäre eine erneute Zusammenarbeit mit Duda angesichts der Vorgeschichte kaum vorstellbar.

Jan Reinold

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