Bundesliga

Der 1. FSV Mainz korrigiert seine Personalplanungen

Bilanz des Trainingslagers: Awoniyi könnte wechseln, Burkardt bleibt

Der 1. FSV Mainz korrigiert seine Personalplanungen

1. FSV Mainz 05

Der 1. FSV Mainz 05 im einwöchigen Trainingslager in Estepona. imago images

Aus dem Mainzer Trainingslager in Estepona berichtet Michael Ebert

Sportvorstand Rouven Schröder und Cheftrainer Achim Beierlorzer machten einen entspannten Eindruck, als sie den Platz des Marbella Football Center verließen, wo Borussia Dortmund mit 2:0 besiegt wurde. Nach dem 2:3 am vergangenen Dienstag gegen den niederländischen Erstligisten FC Emmen war der Sieg gegen den Bundesligakonkurrenten wichtig, um mit einem positiven Gefühl nach Hause zu reisen. "Vieles von dem, was wir in der Woche trainiert haben und sehen wollen, war da. Und dann auch noch die Breite. Es gab viel Positives", so Beierlorzer. Der Trainer weiter: "Ich bin mit dem Trainingslager sehr zufrieden. Wir konnten gut arbeiten, der einzige Wermutstropfen ist die Verletzung von Edimilson Fernandes im Training. Aber das ist Fußball, es ist nicht zu verhindern." Der Schweizer Nationalspieler wird in der kommenden Wochen wegen eines Meniskusrisses im linken Knie operiert.

Latza vor Einstieg ins Mannschaftstraining

Auf dem Transfermarkt tätig werden will Mainz 05 deswegen nicht. Die Kaderplanung wurde intern nachjustiert: Leandro Barreiro, der ein Verleihkandidat war, soll nun bleiben, denn der 20 Jahre alte luxemburgische Nationalspieler ist auf der Sechser-Position zu Hause, die auch Fernandes bekleidet. Das Ranking im Defensivzentrum des Mittelfelds sieht jetzt folgendermaßen aus: Kunde, Ridle Baku, Barreiro, Philipp Mwene und last but not least Danny Latza. Der Kapitän steht nach seiner Wirbelsäulen-OP wegen eines Bandscheibenvorfalls vor dem Einstieg ins Mannschaftstraining. Beierlorzer besitzt also ausreichend Möglichkeiten, um die Doppel-Sechs zu besetzen, hält sich zudem die Option offen, mit einer Sechs und zwei Achtern zu agieren, wo dann noch Alexandru Maxim und Levin Öztunali zu den Kandidaten zählen.

Ein Überangebot an Spielern herrscht im Sturm - trotz der am Samstag vollzogenen Ausleihe bis Saisonende von Aaron Seydel (23) an Jahn Regensburg, das sich eine Kaufoption sicherte. Für den 19 Jahre jungen Jonathan Burkardt wäre Spielpraxis ebenfalls wichtig, da jedoch kein Verein in Sicht ist, der ihm Einsatzzeiten und eine Weiterentwicklung garantiert, ist ein Wechsel "Stand jetzt" (Schröder) kein Thema. Dafür zeichnet sich ab, dass der Leihvertrag mit Taiwo Awoniyi (22), der im August vom FC Liverpool kam, vorzeitig aufgelöst werden könnte. Der Nigerianer kam in der Hinrunde nur auf sechs Spiele, davon vier Kurzeinsätze.

Mateta zum Rückrundenstart Kandidat für die Startelf

Awoniyi und Adam Szalai waren als Ersatz für die verletzten Jean-Philippe Mateta und Dong-Won Ji geholt worden. Mateta hatte nach seiner Meniskus-OP vor der Winterpause bereits drei Bundesligakurzeinsätze (ein Tor), ist nun ein Startelfkandidat für den Rückrundenstart am kommenden Samstag gegen den SC Freiburg. Ji, dessen Knorpelverletzung im Knie langwieriger war, wird noch etwas Zeit brauchen. Der Südkoreaner absolvierte in den Testspielen gegen Emmen und Dortmund seine ersten zwei Kurzeinsätze.

Michael Ebert